Die bessere Erfahrung

„Und David sprach: Der Herr, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister.“ 

1. Samuel 17, 37a

Konnte David voraussagen, wie der Kampf ausgehen würde? Wir lesen jedenfalls nichts davon. Er wusste nur eins: Gott an seiner Seite ist kreativ genug, auch dieses Problem zu lösen. David baute auf das ganz Neue, was in den nächsten Augenblicken geboren werden musste. Seine Haupterfahrung in diesen Momenten bestand darin, dass er mit Gott beste Erfahrungen gemacht hatte.

Hier trifft ein Mensch eine Entscheidung in einer lebensgefährlichen Lage. Indem er auf das kreative Handeln Gottes mit erster Priorität setzt, zapft er dessen wertvollsten Erfahrungsschatz an. Er traut Gott auch jetzt etwas Außergewöhnliches zu und ist doch gleichzeitig darin vollständig mit seinem ganzen Leben integriert. Diese Haltung, Gott in seiner Weisheit jetzt in dieser Lage handeln zu lassen, war der Anfang eines unglaublichen Kampfes – zum Segen seines ganzen Volkes.

Ureigenes
Henry Ford, der zuerst in der Geschichte Autos auf Fließbändern produzieren ließ, setzte über die Erfahrung die Kreativität. Er berief zur Lösung technischer Probleme Mitarbeiter ohne Grundkenntnisse und Erfahrung auf diesem Gebiet, besonders dann, wenn die Fachleute keine befriedigende Lösung zustande brachten.

Sie mussten sich erst vollständig hineindenken und in diesem Prozess fanden sie die Lösung. Was passierte hier? Unbelastet von positiven oder negativen Erfahrungswerten und Vorurteilen kamen sie auf unorthodoxe Lösungen – zum Vorteil des Unternehmens. Zählen die Erfahrungswerte anderer also nicht? Doch, in der Regel sind sie wichtig und man tut gut daran, sie zu kennen. Doch hier geht es um ureigene Erfahrungen, gewachsen aus einem persönlichen Erleben, das zur Haltung geworden ist.

Bestätigt
Saul, der König, wollte David seine metallene Rüstung in den Kampf mitgeben. Alle Krieger vertrauten darauf. Doch was für andere gut war, taugte in diesem Fall nicht. David tat, was er immer tat: Er vertraute Gott als erstes vollständig das Problem an, dann tat er das, was er gelernt hatte. Es ist der Weg, den Gott bestätigt. Jesus fragte einmal seine Jünger: „Habt ihr (da) je Mangel gehabt?“ (Lukas 22,25) Die Antwort der Jünger war eindeutig: „Niemals.“ Unter solchen Vorzeichen griff David zu Schleuder und Kieselstein.

Helmfried Riecker

Jetzt die Sportandacht abonnieren!
2017-04-19T19:23:40+00:00 19. April 2017|Tags: , , , |