Einheit braucht Vielfalt und Vielfalt braucht Einheit

Der FC Bayern München hat im vergangenen Sommer an die 100 Millionen Euro für die Verpflichtung eines Mittelstürmers bezahlt. Harry Kane war aus Sicht des FC Bayern bisher jeden Cent wert und hat erneut mit zwei Toren den Viertelfinaleinzug in der Champions League gesichert. Aber ohne die Vorlagengeber könnte er die Tore nicht schießen und ohne funktionierende Abwehr und Mittelfeld würde es am Ende keine Siege geben. Was will ich damit sagen?

Elf solcher Harry Kane´s würden den FC Bayern nicht zu einer besseren Mannschaft machen. Es braucht elf Spieler mit unterschiedlichen Begabungen. Rechtsfuß, Linksfuß, klein und wendig, groß und stabil, Dribbler, Grätscher, schussstarke und kopfballstarke Spieler. Oftmals vergleichen wir uns und wollen wie der oder die sein. Oder wir wollen uns nur mit Menschen umgeben, die ähnlich sind wie wir. Das macht es zwar in der Tat oft einfacher im Miteinander, bringt uns aber auch weniger voran, weil es an Ergänzung mangelt.

An einem Fußballteam kann man deutlich sehen, dass es jeden Einzelnen mit seiner Begabung und die Vielfalt der Begabungen braucht. Nicht alle gleich, sondern unterschiedlich und vielfältig. Die Herausforderung ist „nur“, wie werden die unterschiedlichen Spielertypen zu einem miteinander funktionierenden Team? Denn nur als Einheit können sie große Erfolge feiern.

Ebenso gilt für uns: Weil Gott uns unterschiedlich gemacht hat, will er Vielfalt und stellt uns in unserer Unterschiedlichkeit als Familie zusammen. Wie gelingt da Einheit?

Die Bibel gibt uns dazu verschiedene Hinweise, die auf unser Verhalten oder unsere innere Haltung abzielen. Z.B. den anderen genauso zu lieben wie mich selbst. Zu vergeben, schnell zum Hören und langsam zum Zorn sein. Die Sonne nicht über meinem Zorn untergehen lassen, den anderen mit Gottes Augen betrachten, nicht verurteilen, den Geringsten hohe Aufmerksamkeit geben. Fehler zudecken, aber auch auf Missstände hinweisen etc. etc.  Letztlich ist es aber Gott in uns, der uns zur Liebe verhilft und uns durch die Gegenwart seines Heiligen Geistes zusammenbringt.

Warum ist Gott die Einheit in Vielfalt so wichtig? Jesus begründet dies so:

„Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

Ich in ihnen und du in mir – so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin“ (Johannes 17,21+23). An anderer Stelle meint er direkt uns:

„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt“ (Johannes 13,34+35).

Diese Bibelstellen nennen jeweils einen Grund – und ich nenne es für mich den verborgenen Missionsbefehl. Wenn wir uns lieben, eins werden, dann wird die Welt erkennen, dass es Gott gibt und er die Menschen liebt. Das ist, was Gott auf dem Herzen liegt!

Darum lasst uns nicht die uns Gleichen suchen, sondern Gott, der die Einheit in der Vielfalt schenkt. Und der Segen wird fließen wie es im Psalm 133, 1-3 steht:

„Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons,  das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit.“

Andrea Schieweck

SRSempowerment

Sie wohnt in Stuttgart und ihre Sportart ist Tennis

Ihr Motiv für Sportmission lautet: „Menschen im Sport brauchen Jesus.“

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