Wenn die Basics nicht stimmen…
Meine Freundin stellte ihr Pony Ende des Herbstes zu einer Bekannten, deren Pferd plötzlich verstorben war, damit das zweite Pferd dort nicht allein war. Es gab so viele gute Gründe, warum sich diese Lösung anbot. Beide Rassen waren ähnlich in ihren Ansprüchen an Fütterung und Haltung. Der Offenstall war nicht weit entfernt und gut zu erreichen. Die Gegebenheiten dort waren pferdegerecht und gut zu nutzen. Alles schien wunderbar. Es wurde aber schnell deutlich, dass das vorhandene Pferd das Pony meiner Freundin nicht dulden wollte. Wir Menschen dachten zunächst: „Naja, die gewöhnen sich schon aneinander.“
Der Winter kam und das Verhalten des vorhandenen Pferdes gegenüber dem Neuen blieb sehr feindselig. Ein paar Fehler bei der Fütterung und eisige Ausläufe kamen hinzu. Man merkte, es ging dem Pony meiner Freundin nicht mehr so gut, und so plante sie, es an den vorherigen weiter entfernten Stall zurückzustellen, sobald der Schnee es zulassen würde und ein anderer Beisteller gefunden sei. Wieder dort schien zunächst alles gut, doch schon bald stellte sich unter Belastung heraus, dass nichts gut war und das Pony vielmehr ziemlich krank. Der Magen hatte durch den Stress Schaden genommen, und daraus resultierend auch der Bewegungsapparat – oder war es umgekehrt? Erst der Bewegungsapparat, wegen Eis und ständigem Treibverhalten des anderen Pferdes, und deshalb der Magen? Die Tierärztin rätselte und meine Freundin und ich rätselten mit. Klar war: Hier waren Dinge grundlegend falsch gelaufen und nun sah man das Ergebnis. Keiner hatte es gewollt, aber wie sollte man nun damit umgehen?
In unserem Leben ist es oft ganz ähnlich. Eins kommt zum anderen. Jede Sache für sich genommen ist noch kein Drama, aber die Summe nimmt uns dann an einem gewissen Punkt die Luft zum Atmen und alle Freude. Jesus sagt ganz klar in den Evangelien: „Ändert Euer Leben!“ Genaugenommen steht da: „Tut Buße“. Das alte Wort „Buße“ bedeutet nichts anderes als: „Kehr‘ dein Denken um“. Dein bisheriges Denken hat dich zu dem Punkt geführt, an dem du Schaden nimmst.
In dem Fall meiner Freundin und ihres Ponys konnte man die Haltung ändern und auch mit tierärztlicher Behandlung helfen. Langsam ging es dem Pferd wieder besser; dennoch ist der Weg aus diesem entstandenen Problem immer noch kein Spaziergang. Es braucht Liebe und Pflege, damit Heilung eintreten kann.
Gott bietet Dir eine „Haltungsänderung“ an, damit dein Leben heilen kann. Zuerst geht es um dein Denken und dass du ihn in dein Leben einlädst. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14,6). Wenn wir Jesus in unser Leben einladen, spricht er zuerst unser größtes Problem an, die Lieblosigkeit, die unser Leben an so vielen Stellen belastet. Durch Lieblosigkeit in unendlich vielen Ausprägungen sind wir verletzt worden und haben andere kräftig verletzt. Manchmal wissentlich mit Absicht und oft unwissentlich. Bist du bereit, dein Denken zu ändern und Jesus einzuladen, damit er dein Leben verändert und dich zu dem Spiegelbild des Vaters machen darf (2.Korinther 3,18), das Gott von Anfang an für dich im Sinn hatte? Er wollte nie, dass Lieblosigkeit und alles, was aus ihr resultiert, dein Leben verstümmelt und dir das Leben schwer macht. Es ist unser Eigenwille – wir werden es schon irgendwie alleine schaffen, „gut“ zu sein, – der uns davon abhält, bei ihm Hilfe zu suchen. Er will Gemeinschaft mit dir, damit du ein erfülltes Leben hast und nicht nur überlebst. Jesus hat durch sein Leben gezeigt, wie Gott der Vater ist, wie er zu verstehen ist und wie sehr er uns liebt. Dass er uns heilen und frei von Belastungen machen will. Jemand sagte einmal: „Es braucht einen Sohn, um einen Vater zu offenbaren.“(Bill Johnson, USA) Du bist eingeladen, das zu sein, wofür du geschaffen wurdest – ein Sohn oder Tochter Gottes. Du bist berufen, ihn mit seiner Liebe in deinem Alltag zu spiegeln und die guten Werke, die er für dich in deinem Leben vorbereitet hat, mit ihm zusammen zu tun (Epheser 2,10). Das ist sein Plan für dein Leben. Lebst du das?
Esther Schroth
Pferdesport