24.12.2025

Domino

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Domino

Seit einem halben Jahr kommt eine Frau zu mir zum Reiten. Sie hat sich selbst ein Pferd aus meiner Herde ausgesucht, meine Stute Domino, und kommt nun regelmäßig zur Reitstunde. 

Zuhause wurde sie von schlimmen Ängsten und Panikattacken geplagt. Auch beim Hufe Auskratzen und beim Führen des schwarzen Pferdes hatte sie manchmal schlimme Ängste und gebrauchte dann immer wieder Worte wie „du Satansbraten“ oder „Teufel“!!! Darauf angesprochen sagte sie: „Das sind doch nur Worte; das ist nicht so gemeint“. Interessanterweise wurde im Pferdepass dieses Pferdes irgendwann ein Aufkleber hinter Dominos Namen eingeklebt mit dem Wort Diabolika… von wem, weiß ich nicht…

Eines Tages in der Reitstunde fragte mich die Frau: „Gell, ich bin doch wie ein Spiegel für dieses Pferd?“ Mit einem Schmunzeln erklärte ich ihr, dass der Satz eigentlich umgekehrt formuliert wird, und dass das Pferd für mich wie ein Spiegel ist und mir aufzeigt, wie ich bin. 

Jedenfalls hat meine Reiterin sich durch den Umgang mit Domino so sehr verändert, dass sich ihr Leben zusehend positiv verwandelt. So wunderbar sind Pferde! Ihre Angst und Panikattacken sind verschwunden, ihre Ablehnung gegenüber Gott ist gewichen und sie nahm sogar die Einladung an, am folgenden Sonntag mit einer Freundin zu unserer Adventsfeier für Reiter unserer Curlyranch zu kommen. Diabolika? Vielleicht sollte die Stute lieber Kyriaka heißen – dem Herrn gehörig!

Ich hoffe, ich darf dieser Frau eines Tages erzählen, wem sie damals in diesem Pferde-Spiegel in die Augen geblickt hat, um sich ihren Lebensängsten zu stellen, damit sie zu Jesus Christus fliehen darf. Wir beten jedenfalls für ihre Hinwendung zu diesem Retter!

Doris Egli

 

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