Wachsen auf der „Partner Pferd“ in Leipzig
Wachsen auf der „Partner Pferd“ in Leipzig
Jemand sagte einmal zu mir, dass Gott uns gerne herausfordert, aber nicht überfordert. Er möchte uns wachsen sehen und lehren, aber er weiß auch um unsere Unsicherheiten. Er macht die Schritte nie so groß, dass wir sie mit seiner Hilfe nicht bewältigen könnten.
Ich liebe es sehr, Menschen zu begegnen. Was mir aber schon immer schwerfiel, war, mit ihnen meinen Glauben zu teilen und Zeugnis zu geben. Grund ist Menschenfurcht, aber manchmal auch Unwissenheit, wie man sich Menschen in dieser Perspektive am besten nähert. Ich wollte mich dort mit Gott auf den Weg machen, wollte wachsen und nahm es mit ins Gebet. Das ließ der HERR sich nicht zweimal sagen. Kaum war das Gebet losgeschickt, meldete sich Elisabeth bei mir. Sie bräuchten noch jemanden, der in Leipzig auf der Partner Pferd am Messestand unterstützt. Ich telefonierte mit einer Freundin, Esther, ebenfalls bei SRS, die mir von der Arbeit auf den Messen erzählte. Es gehe darum, Menschen mit Liebe und Freundlichkeit zu begegnen, sie kennenzulernen, von SRS zu erzählen und natürlich auch jedes noch so kleine, offene Fenster einfühlsamen zu nutzen, um Jesus ins Gespräch zu bringen. Es kostete mich durchaus Überwindung zuzusagen. Ich wusste, dass Gott so mein Gebet beantwortet hatte und mir eine erste Gelegenheit schenken wollte zu wachsen. Aber ich wusste auch um meine eigene Furcht und Unsicherheit. Kurzum: Was für ein Segen, dass ich mich davon nicht habe abbringen lassen. Ich schenkte Gott das Vertrauen, dass er mir den Weg schon zeigen würde. Auch Esthers Worte ermutigten mich sehr, mir von Gott diese Lehrstunde in Sachen „Glauben teilen“ geben zu lassen.
Erstaunt hat mich, wie der HERR mir den Weg schon freimachte, bevor ich überhaupt auf der Messe war. Ausfallende Züge, nicht funktionierende Tickets, selbst eine sich bei mir anbahnende Erkältung – das sind alles nur Kleinigkeiten für Jesus. Sicher brachte er mich zum Messestand und gab mir die Kraft, dort den Tag über mit vielen wundervollen Menschen ins Gespräch zu kommen. Und ich kann sagen: Es hat große Freude bereitet, das Messeteam zu unterstützen. Kaum war ich am Stand angekommen, noch nicht einmal fertig eingewiesen, durfte ich ein Gespräch mit einem kleinen Mädchen führen. Sie erzählte mir von sich und wir konnten auch über Jesus ins Gespräch kommen. Diese Begegnung berührte mich sehr, weil sie mit einem großen Lächeln und ganz beseelt wieder vom Stand wegging. Schnell merkte ich, dass die Messearbeit eine sehr segensreiche Aufgabe ist. Ich durfte lernen, dass selbst eine Karte mit einem Bibelspruch, die man einer Person mitgeben darf, ein Same sein kann, den Gott einmal aufgehen lässt. Es geht auch nicht immer darum, die Menschen mit dem Glauben zu „überfallen“, sondern sie zuerst kennenzulernen. Und dann lassen sich oft große Türen und kleine Fenster finden, die die Möglichkeit geben, von Jesus zu erzählen. Natürlich finden nicht immer auf der Stelle Bekehrungen statt, aber manchmal kann man ein ermutigendes Wort mitgeben, eine Bibel oder das Kraftfutter-Heft mit dem Lukasevangelium. Gott hat mir an diesem Tag gezeigt, wie einfach und voller Freude es sein kann, Menschen so zu begegnen. Sicher hatte ich nicht immer die pfiffigste Erwiderung parat oder das ausformulierteste Zeugnis. Und trotzdem weiß Gott das zu gebrauchen. Gleichzeitig rieselte auch immer ein bisschen Segen, den man weitergeben durfte, auf einen selbst. Denn ich kann sagen: Ich fuhr sehr beschwingt und um eine wichtige Erfahrung reicher wieder nach Hause.
Die Messearbeit von SRS Pferdesport ist wirklich segensreich. Ein wundervolles Team aus den verschiedensten Menschen, die alle Jesus und die Pferde auf dem Herzen haben und mit dieser Liebe andere Menschenherzen für Gott erreichen. Ich bin tief dankbar, dass Gott mich herausgefordert hat und ich mich habe herausfordern lassen. Ich bin dankbar für die wundervollen Menschen, die Gott in den Messeteams zusammenstellt und von deren Erfahrung man viel lernen kann. Und ich bin dankbar für all das, was der HERR sichtbar, aber auch unsichtbar und zukünftig durch die Messearbeit wirkt.
Bastienne Kühn