08.06.2026

2. Lößnitzer Rallyesprint erfolgreich abgespult

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Am 6. Juni 26 ging im erzgebirgischen Lößnitz der 2. Rallyesprint über die Bühne. Organisationschefin Daniela Pötzsch vom Renn- u. Sportförderverein Chemnitz versprach in einem Presseinterview vorab „einen prominenten Vorausfahrer aus der aktuellen DM-Szene“. Mancher Leser vermutete daninter den Vorjahreszweiten Carsten Mohe, Vielleicht bringt er ja nun den Porsche mit? Oder sollte doch Sepp Wiegand sein angekündigtes Pausenjahr unterbrechen, wo er doch nur wenige Kilometer entfernt zu Hause ist? Mit der Veröffentlichung der Nennliste war dann die Katze aus dem Sack. Phillipp Geipel gab sich in der „0“ die Ehre. Für den Toyota-
Werksfahrer brachte sein Einsatzteam speedlife nicht nur den Yaris Rallye 2 aus Regensburg, sondern mit „Teamchefin“ Lisa Koch auch gleich die
Copilotin mit. Mit ihrem blau-gelben Renner sorgten sie natürlich für Aufmerksamkeit.
Es galt wieder dreimal die fünf Kilometer lange WP auf Asphalt und Plattenwegen unter die Räder zu nehmen.
Nach der Premiere 2025 war es dem Veranstalter gelungen, die Anwohner für eine Neuauflage zu begeistern. Schließlich hat nicht jeder Landwirt Verständnis für die bunten Donnerbüchsen, die seinen Hof für gut sechs Stunden von der Außenwelt abschneiden. Auch diesmal gab es wieder den super organisierten Zuschauerpunkt (DM-Niveau) mit Musik und Bewirtung zwischen Marmorbetrieb und Landtechnik.
Das Teilnehmerfeld kam natürlich zum Großteil aus den beiden östlichen Freistaaten, zählte man die kleine Rallye doch zu den Landesmeisterschaften von Sachsen und Thüringen. Aber auch einige Oberfranken fanden wieder den Weg in den Erzgebirgskreis, wie Bernd Michel oder Helmut Hodel.
Das Geschehen an der Spitze dominierte der Hartensteiner Ulf Grünert, der sich nach fast zehn Jahren Rallyeabstinenz einen Corsa Rallye 4 von Schmack- Motorsport mietete. Aus dieser Zeit gewann er mit Marcel Heuer auch den Copiloten. Eine „leichte Berührung“ einer Bake bescherten ihnen dann jedoch 20 Strafsekunden und Platz vier der Gesamtwertung.
Der Frankenexpress Reichel/Roßdeutscher im Evo konnte sich so vor dem Vater/Sohn Duo Roch aus Dresden und Honke/Schmitt in ihren Imprezas als Sieger feiern lassen. Applaus an der Strecke erhielten aber auch die BMW-Treter Bleyl/Apfelstädt und Kunze/Haase im Kombi für ihre spektakuläre Fahrten, genauso der einzige Trabi vom furchtlosen Michael Schröder.
Zu Buche stehen sechs Ausfälle, davon zwei Unfälle : zuerst Nick Heilborn, der seinen BMW nahezu quer in einem Garagentor abstellte. Kurz darauf donnerten Keller/Kunz mit ihrem Fiesta in einen Baustellencontainer.
Gott sei Dank gingen beide Ausritte ohne körperliche Schäden ab.
Ein heimischer Fahrer kommentierte: „Das kommt in unserem Sport schon öfters vor“, und ergänzt: „Wir spielen kein Schach, und da kann das immer passieren.“
Wie man etwas behutsamer und doch mit Begeisterung Rallye fahren kann, zeigte Normann Lamm, der in einem blitzsauber neu aufgebauten Corsa A seine Freundin Nina-Mary auf den 35. und damit vorletzten Platz chauffierte.
Als „vollen Erfolg“ verbuchten die Veranstalter diesen sonnigen Samstag. Vielleicht ist damit auch die Frage geklärt, ob sich der doch immense Aufwand für insgesamt 10 Minuten tatsächliches Fahren auf Bestzeit lohnt.


Gerd Epperlein

SRSmotorsport.de

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