35. Rallye Zorn 2026 NAVC Auftakt im Taunus
Enthusiasmus ist eine leidenschaftliche Begeisterung, ein intensives Interesse oder ein starker Tatendrang für eine Sache, Person oder Idee,- so weiß das Internet zu berichten.
„Rallye Zorn, die Rallye für wahre Enthusiasten“ ist gemäß dieser Definition eben genau das! Die bereits 35. Auflage dieser Rallye fand entgegen der bisherigen Gewohnheit erst spät im Jahr, nämlich am 21.03. statt. War es in früheren Jahren immer der Samstag nach Rosenmontag, so wurde der Termin heuer um ein paar Wochen nach hinten geschoben. Nicht zuletzt des Wetters wegen tat man diesen Schritt, der sich an diesem Wochenende als goldrichtig herausstellte. Erneut gab es 2 sehr gute WP´s rund um den Taunusort Miehlen, die bei Sonnenschein und Frühlingstemperaturen je 3-mal zu bewältigen waren. Das Starterfeld mit über 70 Teilnehmern verzeichnete viele „alte Hasen“ im NAVC, aber auch manch junger Hüpfer sowie einige Rallye Teams, welche sonst eher sporadisch nennen, waren am Start. Gestartet wurde mit den leistungsstärksten Wagen der Klasse 11, die mit 14 Teilnehmern erfreulich stark besetzt war. Einen weiteren Großteil des Feldes machten die Klassen 8 und 9 aus, welche sich bunt gemischt aus Fahrzeugen verschiedenster Hersteller aus unterschiedlichsten Epochen zusammensetzten. Gerade diese Vielfalt, vom betagten Golf 1 oder Audi 200 Quattro bis hin zu aktueller Technik, vereint in einem top-motivierten Starterfeld, macht den Rallyesport im NAVC aus. Das es auch hier hoch her geht, zeigt nicht zuletzt die Liste der Ausfälle: rund ein Drittel der gestarteten Teams sahen das Ziel nicht! Mit betroffen waren durchaus auch Teams, die den Gesamtsieg und die Meisterschaft im Auge haben: Manfred Bannwarth mit der 2 schied recht früh aus, ebenso Stefan und Lisa Schulze mit der Startnummer 3. Alfons Notdurfter, früher im Sierra 4WD unterwegs, musste seinen Ford Fiesta bereits in der WP1 abstellen und Wilfried Brunken kassierte sich eine Max-Zeit….! Ebenfalls nicht ins Ziel kamen die beiden Audi Quattros der Rader´s, so dass der Gesamtsieg dann, absolut wohlverdient, an das Team Lembke/Preißmann auf dem Subaru Impreza ging. Den Platz 2 fuhren das Team Kübler / Hofmann auf einem EVO 8 ein, Platz drei ging an den Peugeot Piloten David Richter mit seinem Copiloten Leon Hasenkamp. Auf den weiteren Plätzen ging es fast im Sekundentakt weiter, und die Ergebnisliste zeigt, wie hart und auf welchem Niveau gekämpft worden ist. Gerade die Schotterstücke verlangten den Teams und der Technik alles ab, und der Staub samt Gegenlicht taten das Übrige hinzu.
Erfreulicher Weise sind alle Ausrutscher und Ausfälle glimpflich ausgegangen, und ohne nennenswerte Verzögerungen durfte eine erstklassige Veranstaltung des MSC Zorn die diesjährige Meisterschaft des NAVC einläuten.
Jens Bechtel
SRSmotorsport.de