4. ADAC Rallye Mittelrhein 2025 – die Mosel bebt!
Am vergangenen Wochenende lud der ADAC Mittelrhein zur vierten Ausgabe der ADAC Rallye Mittelrhein an die Mosel ein! In altbekannter Weinberg-Kulisse auf ehemaligen WRC-Deutschland-Strecken sowie an teils neuen Ecken durch die Eifel kämpften 84 Starter um immer neue Bestzeiten. Die Rallye Mittelrhein gilt bei den Fahrern als die wohl schönste und zugleich anspruchsvollste Veranstaltung des diesjährigen DRM-Kalenders.
Als vierter von sieben DRM-Läufen ging es nach langer Rallyepause in die heiße Phase im Titelrennen zwischen Philip Geipel im Toyota GR Yaris Rally2, Lokalmatador Marijan Griebel sowie Julius Tannert, beide im Škoda Fabia RS Rally2. Mit insgesamt über 20 Rally2-Fahrzeugen und vielen Rally3- und Rally4-Piloten bot sich Zuschauern und Fans ein hochkarätiges und Top-besetztes Starterfeld, das viel Action und spannende Kämpfe im Zehntel-Bereich versprach. Nicht zuletzt deswegen, weil die Rallye Mittelrhein in diesem Jahr als Teil der niederländischen Rallye-Meisterschaft auch einige bekannte Gesichter der Rallye-Szene aus dem Nachbarland begrüßen durfte.
Auf insgesamt sechzehn anspruchsvollen Wertungsprüfungen – sechs davon zur Freude von Fans & Fahrern durch die engen Weinberge – wurde um jede Sekunde gekämpft. Nach anfänglich engem Kampf um die Führung, war die Rallye für das Duo Geipel/Becker schon auf WP4 wegen eines Unfalls vorzeitig beendet. Das sehr wechselhafte Wetter, schlagartige Regenfälle im Laufe des Tages und rutschige Schotterpartien machten die ohnehin anspruchsvolle Rallye am Samstag zu einem Ritt auf der Rasierklinge und sorgten für einige ungewollte Ausflüge in die Weinberge. Nachdem auch Julius Tannert infolge eines Fahrfehlers und technischer Probleme zurückfiel, konnten sich Marijan Griebel und Co-Pilotin Ella Kremer an der Spitze absetzen und bei der diesjährigen Rallye Mittelrhein Dank konzentrierter und sauberer Fahrleistung den verdienten Sieg, mitsamt gewonnener Superstage einfahren. Mit nur 13.8 Sekunden Rückstand belegte Gaststarter Albert von Thurn und Taxis im Škoda Fabia RS Rally2 den zweiten Platz. Dritter wurde mit Abstand von 1:15.8 der Tscheche Filip Kohn, ebenfalls im Škoda Fabia RS Rally2 unterwegs. Julius Tannert und Pirmin Winklhofer konnten mit Gesamtplatz sechs und der zweitbesten Zeit auf der Powerstage noch wichtige Meisterschafts-Punkte sammeln und so das Rennen um den DRM-Titel offenhalten.
In der DRM3-Wertung konnten Carsten Mohe und Andrea Lieber im Renault Clio Rally3 einen souveränen und ungefährdeten Klassensieg einfahren und landeten damit auf Gesamtplatz 13. In der DRM4 haben Timo Schulz und Pascal Raabe im Opel Corsa Rally4 das Feld angeführt und mit einem Vorsprung von 2:02.7 den ersten Platz in ihrer Wertung nach Hause gefahren.
Nach dem Sieg der Rallye Mittelrhein 2025 hat Marijan Griebel nun die Gesamtwertung der DRM übernommen – dicht gefolgt von Philip Geipel und Julius Tannert auf den Plätzen zwei und drei. Es bleibt spannend im Titelkampf der DRM, wenn es in schon weniger als zwei Wochen zur ADAC Saarland-Pfalz Rallye nach St. Wendel geht.
Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, Mitarbeiter und Verantwortlichen für diese gelungene vierte Ausgabe der Rallye Mittelrhein! Wir freuen uns schon aufs nächste Mal, wenn wieder unter Beweis gestellt wird: An der Mosel gibt es nicht nur erstklassigen Wein, sondern auch erstklassigen Rallyesport!
Jonathan Bechtel
Fotograf und ehrenamtlicher Mitarbeiter bei SRSmotorsport.de