Rad am Ring
Mit 12.152 Teilnehmern in verschiedenen Disziplinen gibt es bei Rad-am-Ring am Nürburgring dieses Jahr einen neuen Rekord. Für die Königsdisziplin, das 24h-Rennen, gehen am Samstag den 25. Juli 6.344 Radenthusiasten an den Start – einer davon Frank Ottofülling im Trikot von SRS.
Es ist nicht sein erstes Rennen dieser Art, und so weiß er, was alles schief gehen kann: das Wetter muss passen, das Material durchhalten und der Körper sowieso. Das lässt einen mit Vorfreude, Erwartung, aber auch Demut an den Start gehen. Um Vorne mitfahren zu können ist der Schlaf gestrichen und die Pausen begrenzt. Etwa alle zwei Stunden gibt es einen kurzen Stopp, zum Flaschentausch und Klamottenwechsel. Nach wenigen Minuten geht es dann weiter auf die nächste Runde der legendären Nordschleife, über Fuchsröhre, Hohe Acht und Döttinger Höhe. Auf einen schweißtreibenden Tag folgt die Nacht mit angenehmen Temperaturen. Im Dunkel surren die Räder vorbei. Es heißt wach bleiben und durchhalten.
Als die Sonne aufgeht ist der Appetit auf feste Nahrung längst geschwunden, die Glieder schmerzen. Eine letzte Kraftanstrengung, um vor 12:15 Uhr durch das Ziel zu fahren, eine letzte Runde beginnen und die persönliche Bestleistung verbessern zu können. Auf der Strecke dann die jähe Erkenntnis, dass Durchfahrten nur bis 13:30 Uhr gewertet werden. Nochmals mobilisieren, beißen und treten, um dann getragen von Gebet und Sekunden vor Rennende, durch das Ziel fahren - als letzter Finisher des Rennens. Nach 23 Runden mit 600km und 12.880 Höhenmetern der 2. Platz in der Altersklassenwertung und 13. Platz insgesamt. Danke Jesus!