15. Juli 2026

WELTMEISTER

Sportandacht hier anhören

In den vergangenen Wochen drehte sich gefühlt alles um die Fußball-Weltmeisterschaft. Ganz Deutschland diskutierte, analysierte und fieberte mit. Vielleicht warst du auch voll dabei. Möglicherweise hat sich das ganze Thema für dich aber seit dem bitteren Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft längst erledigt. Interessant dabei ist: Wenn Deutschland bei einer EM oder WM spielt, interessiert das plötzlich fast jeden. Selbst Menschen, die sonst kaum Fußball schauen, sitzen vor dem Fernseher. 

Aber wusstest du, dass wir während der Fußball-WM in einer anderen Sportart Weltmeister geworden sind? Nein? 

Wir sind Weltmeister!

Im Beachhandball. 

Die wenigsten haben das überhaupt mitbekommen. Warum eigentlich? Schließlich handelt es sich ebenfalls um eine Weltmeisterschaft und es treten ebenfalls Profis an. Sie tragen genauso den Bundesadler auf der Brust und vertreten Deutschland. Warum feiern wir das eine und übersehen das andere? 

Der Punkt 

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Wir begeistern uns für das, womit wir uns identifizieren. Fußball ist für viele relevant, Beachhandball eben nicht. Nicht, weil die Leistung schlechter wäre, sondern weil die Verbindung fehlt. Was für den einen das größte Ereignis des Jahres darstellt, ist für den anderen völlig belanglos. 

Der Blick in die Bibel 

Jesus sagte einmal:  

„Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ (Matthäus 6,21) 

Unser Herz folgt dem, was wir wichtig finden. Deshalb reden wir begeistert über unseren Verein. Deshalb investieren wir Zeit in unser Hobby. Deshalb verfolgen wir Ergebnisse, Tabellen und Transfers. Nicht, weil wir müssen, sondern weil unser Herz daran hängt. 

Und genau deshalb stellt Jesus eine viel tiefere Frage: Woran hängt eigentlich dein Herz? 

Jeder Sportler kennt das: Wenn du für einen Verein spielst, fieberst du bei jedem Spiel mit. Jeder Sieg fühlt sich an wie dein eigener. Jede Niederlage schmerzt. Spielt dagegen irgendein Verein aus einer Liga, mit der du nichts zu tun hast, zuckst du oft nur mit den Schultern. 

Identifikation verändert Interesse

Vielleicht fragst du dich manchmal: „Warum fällt es mir so schwer, in der Bibel zu lesen?“ Oder: „Warum begeistert mich mein Glaube manchmal so wenig?“ 

Vielleicht liegt das gar nicht daran, dass Gott langweilig wäre, sondern vielmehr daran, dass wir unser Herz an so viele andere Dinge gehängt haben. 

Die Bibel beschreibt Christen als Menschen, die zu Jesus gehören. Die sich mit ihm identifizieren. Die seine Mannschaft sind. Wenn das wirklich zu unserer Identität wird, verändert sich auch unser Interesse. Dann wird zwar nicht alles andere unwichtig, aber Jesus wird relevant. Nicht, weil wir müssen, sondern weil wir zu ihm gehören. 

Challenge 

Frag dich heute einmal ganz ehrlich: Woran erkennt man eigentlich, wofür mein Herz schlägt? 

Achte auf deine Gespräche. Auf deine Bildschirmzeit. Auf das, worüber du dich freust oder ärgerst. Auf das, woran du als Erstes denkst. 

Denn genau dort zeigt sich oft, womit du dich wirklich identifizierst. 

Und dann bete heute ganz einfach: 

„Jesus, ich möchte, dass du nicht nur ein Teil meines Lebens bist, sondern meine größte Identität. Lass mein Herz mehr für dich schlagen.“ 

  

Markus Malessa 

SRS Sportmentor  

Markus ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Sendenhorst. Seine Sportart ist Bodybuilding, und er ist Fan von Boxen, American Football, Eishockey und Fußball.   

Sein Motiv für Sportmission lautet: „Gott hat mich gerufen und mit Begabung ausgestattet. Ich sehe meinen Auftrag, seine Botschaft in den Sport zu bringen.“