12. November 2025

Viel Freude über die Freude!

Viel Freude über die Freude!

Was gefällt dir, wenn du dir Sport anschaust? Ist es die spezielle Sportart, die Fähigkeiten der Sportler, die Taktik oder die Ästhetik? Mir gefällt am Sport ganz allgemein die Bewegung und die von den Sportlern ausgedrückte Emotionen. Das macht den Sport sehr lebendig und authentisch. Am meisten freue ich mich, wenn ich die Freude der Sportler sehe: Das „Auf-den-Knien-über-den-Rasen-rutschen“ nach einem Torerfolg, das Lachen und Winken bei der Medaillenübergabe, das Abklatschen nach erfolgreichem Zusammenspiel und Angriff beim Volleyball. Das steckt an.

Wie könnte es anders sein, in unserem Glaubensleben spielt Freude eine zentrale Rolle:

„Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Römer 14,17

Mit anderen Worten: Ein Kennzeichen für Gottes Reich ist neben Gerechtigkeit und Frieden auch Freude. Als Gläubige sind wir im Geist bereits in dieses Reich versetzt, und Freude darf und soll ein Bestandteil unseres Lebens und Glaubenslebens sein. 

Wenn es uns an Freude fehlt, kann das viele unterschiedliche Ursachen haben. Das sollte uns aber aufmerken lassen, denn genauso wie körperlicher Schmerz ein Warnsignal ist, ist beständig mangelnde Freude ein Warnsignal unserer Seele.

Als Christen ist uns sogar eine Freude verheißen, die nicht von äußeren Umständen abhängt. In seinem Brief an die Galater beschreibt Paulus die positiven Auswirkungen auf unser Leben, wenn wir mit Jesus verbunden sind und der Heilige Geist in uns Raum nimmt:

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ Galater 5,22

Eigentlich ist es nicht denkbar, an Jesus zu glauben, ohne dass es zu Freude führt.              Was aber, wenn uns die Freude im Glaubensleben dennoch fehlt?                                        Manchmal ist es leider so, dass ausgerechnet unser eigener Glaube zum Freudekiller wird. Wie kann das sein? Zum Beispiel dann, wenn wir aus eigener Kraft heraus versuchen, ein heiliges Leben zu führen. Das führt zu großer Anstrengung, falsch verstandenem Dienst und Regeln, die wir uns selbst auferlegen, die aber gar nicht von Gott kommen. Die Bibel sagt uns, dass wir das Gesetz (die Forderungen im Alten Testament) nicht aus unserem natürlichen Menschsein heraus erfüllen können. Damals nicht und heute nicht. Darum hat Jesus das Gesetz für uns erfüllt. Wir müssen nichts mehr aus uns heraus schaffen, sondern der Heilige Geist will es in uns und durch uns bewirken. Das ist ein ganz anderer Lebensstil und lässt die Frucht der Freude wachsen.    

Martin Luther, der eine Offenbarung von Gott über die Gnade Gottes hatte, sagte: „Wo Glaube ist, da ist auch Lachen“. So wünsche ich uns ein Leben im Glauben mit viel Freude über die Freude!

 

Andrea Schieweck 
Sie wohnt in Stuttgart und ihre Sportart ist Tennis.
Ihr Motiv für Sportmission lautet: „Menschen im Sport brauchen Jesus.“

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