Symmetrie
Wenn du deinem Physiotherapeuten begegnest, der dich wirklich gut kennt und leidenschaftlich dafür sorgt, dass du gut performst, dann ist er vermutlich sofort im Analysemodus.
Unser Körper ist symmetrisch angelegt, und der Physio scannt dich genau daraufhin. Schon während du auf ihn zukommst, fallen ihm muskuläre Dysbalancen, eine hängende Hüfte, eine zu hohe Schulter oder ein schiefer Kopf auf. All diese Dinge sieht er sofort – noch bevor du überhaupt etwas gesagt hast. Faszinierend, oder?
Er weiß: Viele Beschwerden entstehen dort, wo der Körper seine Symmetrie verloren hat – durch Verletzungen oder Verspannungen.
Nach ein paar Übungen und Bewegungen spürst auch du dieses Defizit, das man nicht einfach hinnehmen sollte. Diese Dinge Blockaden beeinträchtigen deine Bewegungsfreiheit. Der Therapeut hilft dir aktiv, dagegen anzugehen und diese Symmetrie wiederherzustellen – mit dem Ziel, dass dein Körper wieder gut und effizient arbeiten kann und Topleistungen möglich werden.
Überall dort, wo Zerbrochenes wieder aufgerichtet und Ordnung wiederhergestellt wird, spiegelt sich etwas von dem wider, was Jesus tut. Sehr anschaulich sehen wir das in einer biblischen Geschichte. Sie steht im
Lukasevangelium, Kapitel 13, 10–17:
Und er (Jesus) lehrte in einer Synagoge am Sabbat. Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten. Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! Und er legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
Jesus erklärt später im Text, dass der Satan dieser Frau Fesseln angelegt hatte. (Vers 16) In der rabbinischen Erklärung zur Erschaffung des Menschen wird betont, dass wir als Menschen aufrecht erschaffen wurden, damit wir zum Himmel schauen und unseren Schöpfer erkennen können. Wir sind zwar aus Staub geschaffen, aber gleichzeitig auf Gott ausgerichtet. Wir stehen fest auf der Erde – und blicken zum Himmel.
Nachdem Jesus der Frau ihre Bewegungsfreiheit zurückgegeben hatte, richtete sie sich augenblicklich auf und pries Gott. Achtzehn Jahre lang konnte diese Frau nicht aufrecht stehen. Achtzehn Jahre lang war sie wörtlich „nach unten gebogen“. Der Blick zum Himmel war so nicht möglich. Sie lebte in der Horizontalen – wie ein Tier – und nicht wie ein Mensch, der aufrecht vor Gott steht, um ihn anzubeten.
Dieses Defizit behebt Jesus sofort. Er gewährt keinen Aufschub. Auch nach 18 Jahren Gefangenschaft ist jede Minute Anbetungsfreiheit von Bedeutung.
JETZT war der richtige Zeitpunkt, um die Fesseln dieser Frau zu lösen.
JETZT ist der Moment, Jesus zu bitten, auch deine Anbetungsfesseln zu lösen.
Vielleicht stehst du gerade in der Vorbereitung für eine Trainingseinheit oder einen Wettkampf, in dem du Gott mit deinem Körper anbeten willst. Alles, was wir über den Feind wissen, zeigt: Er wird versuchen, deiner Anbetung Fesseln anzulegen. Wo sind die Dinge in deinem Leben, die deinen geistlichen Freiraum einschränken – dich hindern, Jesus mit ganzer Seele, ganzem Verstand und aller Kraft anzubeten?
Manche dieser Fesseln fallen dir vielleicht sofort auf. Sie sind hart und unbequem. Andere wirken weich, fast unauffällig – du nimmst eine Schonhaltung ein, und erst wenn deine Beziehung zu Jesus stark eingeschränkt ist, merkst du, wie sehr sie dich begrenzen.
Nutze deine Vorbereitungszeit für eine Überprüfung deiner selbst – ähnlich wie im Physioraum.
Schließe die Augen und lass dir von Gott zeigen, welche Fesseln dich von intensiverer Anbetung abhalten. Erspüre die geistlichen Blockaden. Gott wird dir zeigen, was es bei dir persönlich ist. Bitte Jesus, jede einzelne davon zu lösen. Er kann es – und er tut es gerne, jederzeit. Du musst nicht länger warten.
Komm in die Freiheit und erkenne:
„Nur wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei.“ Johannes 8,36
Alex Zöller
SRS Mission & Multiplikation
Ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Betzdorf/ Westerwald.
Er begeistert sich für viele Sportarten, vorrangig Teamsport. Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Wir verändern Ewigkeiten durch Glaube+Sport“.
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