SPANNUNG
Einen spannenden Wettkampf verfolgt man gebannt. Spannung kann begeistern, aber auch anstrengend sein – besonders, wenn sie schmerzhaft wird. Niemand möchte Dehnübungen länger aushalten als nötig. Und zwischenmenschliche Spannungen, die die Leistung beeinträchtigen, versucht man sofort zu lösen.
Aber was passiert, wenn diese Spannungen deine Identität als Christ betreffen?
Die Bibel beschreibt Christen als „helle Lichter in der Welt“ – wie Sterne, die Orientierung geben (vgl. Philipper 2,15). Wenn du als Christ im Sportumfeld lebst, wirst du früher oder später merken: Dein Lebensstil fällt auf.
Die Menschen sind überrascht, wenn du auf abwertende Sprüche, Alkoholexzesse, Ego-Denken, Unfairness und Grenzüberschreitungen verzichtest (vgl. 1. Petrus 4,4). Das erzeugt Spannung. Vielleicht wird hinter deinem Rücken geredet, du wirst als Moralapostel abgestempelt oder als jemand, der „keinen Spaß versteht“. Freundschaften können auf die Probe gestellt werden oder zerbrechen, weil du zum Stressfaktor wirst.
Diesen Spannungen nachzugeben, ist verlockend, aber nicht ratsam. Denn genau hier liegt die geistliche Herausforderung, aus der sich laut diesem Bibeltext eine wunderbare Perspektive eröffnet:
Deshalb bitte ich euch eindringlich: Gebt den Angeboten und Verlockungen dieser Welt nicht nach. Ihr Ziel ist es, euch innerlich zu zerstören! Lebt stattdessen so vorbildlich, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, darauf aufmerksam werden.
Durch euer Verhalten sollen selbst die überzeugt werden, die euch bösartig verleumden. Wenn sie dann aufgrund eurer guten Taten zur Einsicht kommen, werden sie Gott am Tag des Gerichts für ihre Rettung danken.“ 1. Petrus 2,11–12
Durch dein Aushalten dieser Spannung bekommen Sportler, Fans, Trainer, Physios und andere Menschen, die jetzt schlecht über dich reden, durch dein Verhalten eine Chance zur Einsicht. Am Ende werden sie dir sogar für ihre Rettung danken. Es lohnt sich also, diese Spannung in Liebe zu ertragen.
Diese Bibelstelle macht klar, dass es Verlockungen geben wird, die dir suggerieren, dass weniger Licht von dir zu mehr Akzeptanz und Beliebtheit führen würde. Die Versuche, dich zu „dimmen“, werden vielfältig sein.
Du musst dich darauf einstellen, dass diese „Dehnschmerzen“ bis zu deinem Lebensende bestehen bleiben. Wechselnde Gegner, Kampfrichter, Vereins- und Trainerwechsel können dazu beitragen, dass sich diese Spannung von Zeit zu Zeit sogar verstärkt.
Der wahre Unterschied
Die Sache ist komplex. Als Sportler hast du jede Menge Sozialkontakte – aber du brauchst echte Hilfe. Es ist wichtig zu erkennen: Als Christ im Sportumfeld leuchtest du nicht aus dir selbst heraus. Du machst den Unterschied, weil Gottes Geist in dir lebt. Du bist dazu berufen, sichtbar zu sein. Er steht dir bei.
Zusätzlich ist es von elementarer Bedeutung, gläubige Freunde an deiner Seite zu haben, mit denen du dich regelmäßig austauschen kannst. Du brauchst Menschen, die dich auf deinem Weg begleiten, unterstützen und inspirieren. Die geistliche Gemeinschaft in einer Gemeinde sollte dir – neben guter Lehre – genau das bieten.
Gewöhn dich an den Schmerz. Halte die Spannung aus. Lass dir helfen!
One for the Team!
Alexander Zöller
SRSöffentlichkeitsarbeit
Ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Betzdorf/WW.
Er begeistert sich für viele Sportarten, vorrangig Teamsport.
Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Wir verändern Ewigkeiten durch Glaube+Sport.“
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