Sich helfen lassen
Wer bei den French-Open den finalen Fünfstunden-Krimi zwischen Alexander Zverev und Flavio Cobolli (Italien) gesehen hat, brauchte sich über feuchte Hände nicht zu wundern. Es war einfach großartig, mitzuerleben, wie der Deutsche nach jahrelangem Anlauf seinen ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier gewann.
Es ist kein Widerspruch, dass für Gott Menschen wertvoller sind als der größte Erfolg im Sport. Das signalisiert nur die Dimension dieses Wertes. Das Glück und die Freude über einen erkämpften Sieg bleiben dadurch ungeschmälert!. Im Grunde sind es die menschlichen Begegnungen und Beziehungen im Hintergrund, die den Sport so wertvoll und überhaupt erst möglich machen. Ohne diese läuft nichts. Das gilt ganz besonders dann, wenn es unter der Regie Jesu geschieht. Jesus sagt:
„Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ (Markus 9,40)
Je höher die Ziele gesteckt sind, umso mehr wirst du auf Betreuer und Menschen in deinem Umfeld angewiesen sein. Aber nicht nur auf das eigene, sondern auch auf das der Konkurrenten. Gewiss gibt es immer Leute, mit denen man nicht gerade befreundet ist. Aber es gibt auch viele, die „nicht gegen uns sind“.
Gott kann auf alle so „zurückgreifen“, dass sie deine geistliche und sportliche Entwicklung fördern werden – so wie er es will. Denn viele Augen sehen dabei oft mehr als unsere eigenen. Sie können uns rechtzeitig warnen oder uns wichtige Tipps geben.
Mehr als einmal in meinem Leben war ich darauf angewiesen. Wenn du die Menschen um dich herum unter diesem Aspekt siehst und Jesus bittest, dass er sie ebenfalls für seine so ermutigenden Absichten gebrauchen möchte, fängst du zunächst einmal an, für sie zu beten.
Unwillkürlich wird dabei etwas auch in deinem Herzen verändert. Konkurrenten bleiben zwar sportliche Gegner, ohne die es keinen sportlichen Wettkampf gäbe. Aber deine innere Einstellung ihnen gegenüber entwickelt sich positiv und du möchtest, dass sie in Gottes Plan in diesem Sinne mitwirken.
Damit erwacht auch in dir der Wunsch, dass sie zu irgendeinem Zeitpunkt zum lebendigen Glauben an ihn kommen möchten.
Was hindert dich daran, dir helfen zu lassen? Kein Stolz ist es wert, das auszuschlagen. Anderen macht es vielleicht sogar Freude, gerade dir zu helfen. Daraus kann mehr als eine gute Kameradschaft entstehen.
Helmfried Riecker
Gründer von SRS e.V.
ist verheiratet und wohnt in Helmenzen (AK).
Er fährt Motorrad-Trial.
Seine Motivation für Sportmission lautet:
„Ich finde es einmalig, im Sport von Jesus geführt zu werden.“