Sensation
Das Zuhören bei einem sportlichen Wettkampf über einen Audiostream ist, verglichen mit dem Mitfiebern am Bildschirm, weniger eindrücklich. Die Intensität vor Ort ist sogar noch höher. Die Logik dahinter: Je höher die Anzahl angesprochener Sinnesorgane, desto intensiver das Erlebnis.
Als ich mich mit einem Freund über die tollen Leistungen bei der Fußball WM, in Wimbledon, der Tour de France oder auch bei den Finals unterhalten habe, nutzten wir häufiger das Wort „sensationell“. Das deutsche Wort „Sensation“ stammt vom lateinischen „sensatio“, das auf „sensus“ (Sinn, Wahrnehmung) zurückgeht.
Wer mit allen Sinnen dabei ist, erlebt im wahrsten Sinne des Wortes eine Sensation.
Der Apostel Johannes berichtet von einer solchen Sensation in seinem Leben:
"Was von Anfang an gegeben war, war das Wort, das Leben bringt. Wir haben es gehört. Wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Wir haben es angeschaut und mit eigenen Händen berührt. Ja, das Leben selbst ist sichtbar geworden, und wir haben es gesehen. Wir bezeugen es und verkünden es euch: das ewige Leben, das beim Vater war und für uns sichtbar wurde."
1. Johannes 1.1-2
Johannes hat Jesus erlebt: Ihn gehört, gesehen und berührt. Er und die anderen waren nah dran an Jesus. Gott offenbarte sich durch die Menschwerdung seines Sohnes, wodurch man ihn erleben und nicht nur verstehen konnte.
Dass Gott selbst für Menschen mit ihren fünf Sinnen wahrnehmbar wurde, war für Johannes eine absolute Sensation und ist es bis heute. Wir haben Jesus nicht physisch vor Augen. Weil er sich jedem einzelnen Menschen aber auf seine Weise offenbart, ist es möglich, ihn zu erkennen.
Das höchste Maß an sportlicher Wahrnehmung erleben wir, wenn wir selbst aktiv werden. In dem Moment werden wir vom begeisterten Zuschauer zum Teil des Geschehens.
Wer an Jesus glaubt, statt nur interessiert oder von ihm begeistert zu sein, wechselt von den Zuschauerrängen auf die Laufbahn. Er erlebt den, der versprochen hat, in diesem Rennen an seiner Seite zu sein. Mit allen Sinnen. Sensationell.
Für uns als Sportler ist dieses Bild mehr als ein Vergleich. Training und Wettkampf gehören zu unserem Alltag. Wir werden in Training und Wettkampf selbst zu einem sichtbaren Zeugnis seiner Liebe. Johannes schreibt:
„Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt.“
1. Johannes 1.3
Wir werden als Christen von den Menschen in unserem Umfeld wahrgenommen.
Als Sportler weißt du: Zeiten der Erholung und Neuorientierung sind wichtig. Nimm dir regelmäßige Zeit, um Gottes Gegenwart bewusst wahrzunehmen. Es ist sinnvoll, einen festen Ruhetag einzuplanen. Nutze diese Zeit, um zur Ruhe zu kommen, in der Bibel zu lesen, zu beten und Gemeinschaft mit anderen Christen zu suchen.
Wenn es möglich ist, besuche einen Gottesdienst. Vielleicht wird dort sogar das Abendmahl gefeiert, bei dem du Brot und Traubensaft siehst, berührst, riechst, schmeckst – und auf die Einsetzungsworte hörst.
„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“
Ein sensationelles Erlebnis, bei dem du dich mit allen Sinnen an das erinnerst, was Jesus für dich getan hat.
Gott wurde Mensch, er offenbart sich.
Der Glaube an Jesus ist eine Sensation.
Alex Zöller
SRS-Öffentlichkeitsarbeit
Er hat vier Kinder und wohnt in Betzdorf/ Westerwald.
Er begeistert sich für viele Sportarten, vorrangig Teamsport. Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Wir verändern Ewigkeiten durch Sport und Glaube“.