29. April 2026

Rollenverständnis

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In den letzten Wochen wurde in Fußball-Deutschland über einige Interviews und Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um mögliche Rollen der Nationalspieler bei der anstehenden Weltmeisterschaft vom 11.06. – 19.07.2026 in den USA, Kanada und Mexiko. In Gesprächen hat der Bundestrainer den potenziellen Spielern des WM-Kaders ihre Rolle bei der WM erklärt. Er hat diese Vorgehensweise auch schon bei der Heim-Europameisterschaft 2024 praktiziert – in Anlehnung an die Basketball-Weltmeister von 2023, von denen auch jeder eine feste Aufgabe für den gemeinsamen Erfolg gehabt hat. Nach meinem Empfinden wurde vor zwei Jahren nicht so konkret über diese Rollenverteilung in der Öffentlichkeit berichtet. 

Die Verteilung und Änderung von Rollen und Aufgaben finden wir auch in der Bibel: Nicht jeder hatte „Bock“ auf seine Aufgabe, wie wir u. a. im Buch Jona nachlesen können. Wie Josef in Ägypten zu seiner Rolle als mächtigster Mann nach dem Pharao kam, ist mehr als abenteuerlich und unglaublich (1. Mose 37 – 50). Dreizehn Jahre lagen zwischen seinem Verkauf als Sklave nach Ägypten und seinem gesellschaftlichen Aufstieg. 

Jonatan war als ältester Sohn des Königs Saul der Kronprinz in Israel. Aber der Hirte David wurde auf Gottes Anordnung von dem Propheten Samuel zum König gesalbt und kam anschließend wegen seiner Begabung als Harfenspieler zum Königshof (1. Samuel 16). Dort freundeten sich Jonatan und David an. Jonatan merkte, dass nicht er, sondern David König werden würde, und liebte David trotzdem wie sein eigenes Leben (1. Samuel 18, 1). Eine unerschütterliche Freundschaft, gekennzeichnet durch Treue und Loyalität, entstand, die nicht einmal durch die Frage der Thronfolge gefährdet werden konnte. 

Die Brüder Jakobus und Johannes kamen mit einer spannenden Bitte auf Jesus zu. Sie wollten die höchsten Ehrenplätze neben Jesus für sich beanspruchen (Markus 10, 37). Als die anderen zehn Jünger von dieser Bitte hörten, ärgerten sie sich über die beiden. Jesus erklärte dann seinen Jüngern sein Rollenverständnis: 

„Wer unter euch groß werden will, soll den anderen dienen; wer unter euch der Erste sein will, soll zum Dienst an allen bereit sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.“ (Markus 10, 43-45)  

Wie zufrieden bist du mit deiner Rolle in der Familie, in der Schule, im Studium oder im Beruf, in der Gemeinde, im Freundeskreis oder im Sport? Eine Rolle kann sich ändern. Das Rollenverständnis von Jesus nicht!  Ich glaube nicht, dass du und ich diese dienende Haltung aus eigener Kraft hinkriegen! Aber Jesus kann und möchte uns dahingehend verändern und uns immer mehr ein dienendes Herz schenken. 

Ich möchte dazu bereit sein! Und du? 

Bernd Krauß 
Bereichsleiter Verwaltung SRS e.V. 
Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Birnbach. 
Sein Interesse gilt vielen Sportarten, insbesondere Fußball. 
Und sein Motiv für Sportmission lautet: „Sportler gewinnen für Jesus, damit sie nicht verlieren!“ 

 

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