13. Mai 2026

Ihm gehört das Spiel

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Es ist 18:45 Uhr. Ich schreite zum Auto und will zum Fußballtraining fahren. Zugegeben: Nach einem langen Arbeitstag und trubeligem Familienleben schleppe ich mich in diesem Moment ein wenig dahin. Platt vom Tag und doch halbwegs motiviert, sage ich mir: „Ach komm, für den Fußball, die Bewegung und das tolle Team lohnt es sich immer.“ Tasche hineingeworfen, Heckklappe zu, einsteigen. 

Und dann: In den ersten Fahrminuten fällt mir auf: Nein, das ist nicht die einzige Motivation. Nein, das ist mir zu wenig. Wach auf, Simon! Die Motivation liegt doch tiefer! Was war noch mal dein Lebensmotto? Ach stimmt: „Alles zur Ehre Gottes“. 

Ich fange an zu beten. Zu danken für den Tag. Gott die Ehre zu geben für das, wer und wo ich bin. Und für das, was mir heute gelang. Und zu danken für meinen Sport, den Fußball, der mich zeit meines Lebens fasziniert. Ich bete aber auch, dass Gott mir Kraft gibt. Mich wiederherstellt. Und mein Herz ganz und gar ausfüllt, damit ich seine Liebe für die anderen Teammitglieder widerspiegeln kann. 

Ich bin immer noch müde. Das Gebet ist keines, das ich vor 500 Menschen im Freiluftgottesdienst am Mikro halten würde. Eher ein murmeliges, mit vielen Pausen. Aber nicht schlimm: Ich gebe Gott Raum. Ich widme mich ihm. Ich richte mich neu nach ihm aus. 

Erst in der Tiefe des Gebets – in der Begegnung mit meinem Schöpfer – merke ich: Es ist nicht nur die Faszination des Fußballs, nicht nur die Möglichkeit, mich fit zu halten, nicht nur die Gemeinschaft mit coolen Leuten, die mich wöchentlich zum Fußball ziehen. Nein, es ist das Leben zur Ehre Gottes. Glauben leben zu können im Fußball. Heute Abend wieder einen Unterschied machen zu wollen. Ein kleines Licht zu sein, das Seine Größe ausstrahlt:

Den Eckball fair zurückzugeben, der nicht meiner war. Den verletzten Gegner aufzuheben. Dem Mitspieler Mut und Gebet zuzusprechen, der morgen eine schwere Prüfung hat. Mein Getränk zu teilen. Dem Coach vor allen zu danken für sein besonderes Engagement.

„Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem

 Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen.

 Das verspreche ich, der HERR.“ (Jeremia 29, 13-14a). 

Wann erlaubst du dir Qualitytime mit Gott? Es muss kein einwöchiger Gebetsurlaub sein. Manchmal reichen zehn Minuten auf dem Weg zum Training. 

Ich lade dich ein, 

die Tiefe des Glaubens im (Sport-)Alltag zu suchen. Dem Schöpfer zu begegnen. Ihm Raum zu lassen, damit er wirken kann. Aus seiner Kraft. Alles zur Ehre Gottes. 

 

Simon Köser

Fundraising und YoungGeneration bei SRS e.V. 

Ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt im Sauerland. 

Er begeistert sich seit 23 Jahren für Vereinsfußball. 

Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Alles zur Ehre Gottes.“  

 

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