Griffbereit halten
Eines darf bei aller sportlichen Hoffnung, Freude, Anspannung und den immer möglichen Enttäuschungen nicht untergehen: Es ist die „Sache“ mit Jesus. Niemals Nebenprodukt, immer erstrangig wichtig. Es geht darum, was wirklich letztlich hält und bleibt.
"Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!" Matthäus 4, 19
Man kann die Aussagen der Bibel drehen, wie man will; sie werden immer etwas mit Nachfolge zu tun haben. Man kann einzelne Gesetze, Prinzipien oder Verhaltensweisen betonen, immer fordert sie aber auf, das ganze Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Jesus benützt in seinen Beispielen oft das damals allen bekannte Bild vom Hirten und der ihm nachfolgenden Herde. Und er bezeichnet sich selbst als den guten Hirten.
Eine Herde zieht nicht hinter Gesetzen und Prinzipien her, sondern folgt einer Leitfigur, die sie vom Ansehen und der Stimme nach kennt. Natürlich gehören auch die Tiere noch zur Herde, die sich aus der Ruf- und Sichtweite des Hirten entfernt haben. Doch sie sind besonders gefährdet. Es kommt also darauf an, dass du im weiteren Verlauf deines Lebens in Sicht- und Hörweite von Jesus bleibst. Das ist das Wichtigste. Dann wird er auch dich "tüchtig machen", wie es im Hebräerbrief (13, 21) heißt; zum Beispiel dazu, dass durch dich auch andere Menschen mit Jesus bekannt werden.
Natürlich muss man sich im sportlichen Wettbewerb voll auf die vor einem liegende Aufgabe konzentrieren. Die Männer, die Jesus zu einem großen Fischzug aufgefordert hatte, verhielten sich nicht anders. Lukas beschreibt diese Geschichte näher (Lukas 5, 1-11). Unmittelbar darauf folgt obiger Ruf zur Nachfolge. Womit du dich auch immer intensiv beschäftigst, diese Berufung begleitet dich.
Und so kann es gehen: Als Betreuer war ich mit Sohn Nils Mitte September in Spanien. Er fuhr ein MTB-Sprintrennen (Eliminator) und ein MTB Cross-Country-Rennen. Als wir müde zum Auto zurückkamen, war dort die Scheibe eingeschlagen und sehr wesentliche Teile entwendet worden und alles voller Glasscherben. Wir hatten die Gepäckstücke im Auto gelassen, weil wir gerade die Unterkunft gewechselt hatten. So bitter das war und so aufwendig für die Rückfahrt nach Deutschland – mit unseren Gebeten waren wir nah bei Jesus. Und wer weiß, was aus dieser Geschichte sich noch entwickelt. Ein Teil der Beute wurde von einer spanischen Familie gefunden, kann abgeholt werden (Nils‘ Pass befand sich in den Radklamotten). Noch „unterwegs“ ist meine Bibel und ein christliches Buch.
Ja, wir gehen weiterhin hinter unserem Hirten her. Wie war das anfangs noch? „…und den immer möglichen Enttäuschungen“. Ja, auch gerade da.
Helmfried Riecker
Gründer von SRS e.V..
Ist verheiratet und wohnt in Helmenzen (AK).
Er fährt Motorrad-Trial.
Seine Motivation für Sportmission lautet:
„Ich finde es einmalig, im Sport von Jesus geführt zu werden.“
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