17. Juni 2026

Grenzen überwinden

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HINTER DER MITTELLINIE

Es gibt Linien im Leben, die wir nur ungern überschreiten. Momente, in denen wir genau wissen: Hinter dieser Grenze verlassen wir unsere Komfortzone, es wird ungemütlich und es wartet Widerstand. Im Sport gibt es dafür ein berühmtes Beispiel, das dieses Gefühl perfekt auf den Punkt bringt:

Am 14. März 2001 standen sich im Champions-League-Spiel der FC Bayern und Arsenal London gegenüber. Auf dem Platz traf der Münchner Mittelfeldspieler Jens „Jerry“ Jeremies auf den englischen Gegner Patrick Vieira. Jeremies war bekannt für seinen extremen, kompromisslosen Einsatz. Bei einem harten Zweikampf grätschte er Vieira direkt an der Mittellinie unsanft um. Als Vieira wieder aufstand, zeigte Jeremies auf die weiße Linie auf dem Rasen und sagte trocken:

„Siehst du die Mittellinie? Kommst du drüber, macht es aua! Hier drüben aua, da drüben gut!“

Mit dieser Ansage machte Jeremies seinem Gegenspieler klar, was ihn in der Hälfte der Bayern erwarten würde. Es war klar: Dieses Spiel würde unbequem werden. Trotzdem ließ sich Vieira nicht einschüchtern, sondern kämpfte 90 Minuten lang für seine Mannschaft.

EIN MUTIGER DURCHBRUCH

Im 2. Buch Samuel erfahren wir davon, wie David sich damals in der Bergfestung aufhielt und ein Posten der Philister die Stadt Bethlehem besetzte. 

David sagte sehnsüchtig zu seinen Männern: 

„Wer holt mir Wasser aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?“

Da drangen die drei Krieger in das Lager der Philister ein, schöpften etwas Wasser aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem und brachten es David. Doch er weigerte sich, davon zu trinken, sondern goss es als Trankopfer für den HERRN aus. 

2. Samuel 23,14–16

WO WIDERSTAND BEGINNT

Auch hier hatte der Gegner eine klare Grenze gezogen: „Hier drüben aua, da drüben gut!“ Jeder wusste, dass Widerstand wartete. Trotzdem machten sich die drei Männer auf den Weg, um ihrem König zu dienen.

Jesus verspricht seinen Nachfolgern ebenfalls kein einfaches, risikofreies Leben: 

„Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ Johannes 16,33

DER AUFTRAG HINTER DER LINIE

Jesus möchte, dass wir zu Ehren des Königs mutig sind und aufbrechen, um seine Botschaft in die Welt zu tragen. Trotz der angekündigten schwierigen Umstände sind wir aufgefordert, die eigene Komfortzone mit der Botschaft Jesu zu verlassen.

Patrick Vieira wusste: Hinter der Mittellinie wartete Jeremies. Die drei Helden wussten: Hinter der Grenze warteten die Philister.

RAUS AUS DER EIGENEN HÄLFTE

Jesus sagt seinen Jüngern: Hinter der Mittellinie dieser Welt wartet Bedrängnis. Trotzdem ruft er uns auf, aufzubrechen und seine Botschaft in die Welt zu tragen. In diesen Wochen bietet die Fußballweltmeisterschaft viele Möglichkeiten, die eigene Spielhälfte mit dem nötigen Schwung zu verlassen und Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.

Bei Nationalspieler Felix Nmecha haben wir gesehen, dass sich ein Torjubel anbietet oder die neugierige Frage eines Journalisten Möglichkeiten eröffnet. Aber auch bei Niederlagen, oder wenn Dinge nicht so positiv verlaufen wie geplant, können wir Jesus verherrlichen. Das sahen wir an der vielbeachteten Gebetsgruppe von Curaçao, die sich nach der Niederlage gegen Deutschland im Mittelkreis versammelte – Gewinner und Unterlegene waren hier im Lob Gottes vereint.

Die Voraussetzungen, die „Mittellinie“ zu überqueren, sind während der WM nicht nur für die aktiven Spieler, sondern auch für uns außerordentlich gut. 

Nimm an dieser Challenge teil. Vielleicht hilft dir das Porträtbild eines Fußballers bei der WM, um den ersten Schritt zu wagen: https://www.srsonline.de/news/sammelbilder-challenge-zur-wm

WEIL DER SIEG SCHON FESTSTEHT

Wir überqueren die Mittellinie nicht, weil wir besonders mutig sind, sondern weil unser König die entscheidende Schlacht bereits gewonnen hat. Darum gehen wir los – voller Zuversicht, mit einer kraftvollen Botschaft, dem Blick für unsere Mitspieler und der nötigen Kreativität im Eins-gegen-eins.

Jesus sagt: „Habt Mut! Ich habe die Welt überwunden.“

 

Alexander Zöller SRS Öffentlichkeitsarbeit

hat vier Kinder und wohnt in Betzdorf/ Westerwald.  

Er begeistert sich für viele Sportarten, vorrangig Teamsport. Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Wir verändern Ewigkeiten durch Sport und Glaube“.