16. September 2026

Für wen spielst du eigentlich?

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Für wen spielst du eigentlich?

Ich möchte dich heute mit an einen Ort nehmen, den jeder kennt. Einen Ort voller Emotionen. Einen Ort, an dem Träume geboren werden und Hoffnungen zerbrechen können. Einen Ort, an dem geschwitzt, gekämpft und manchmal sogar geweint wird. Einen Ort, an dem sich entscheidet, wer aufgibt und wer weitermacht. Wer stehen bleibt und wer über sich hinauswächst. Ich meine das Spielfeld. Gerade im Sport wird sichtbar, was uns antreibt. Warum trainieren wir? Warum geben wir alles? Warum stehen wir nach Niederlagen wieder auf? Die Antworten darauf können sehr unterschiedlich sein. Manche treiben Sport für ihre Gesundheit oder Fitness. Andere lieben den Wettbewerb und wollen gewinnen. Wieder andere genießen die Gemeinschaft mit ihren Freunden oder die Anerkennung, die sie durch ihren Sport bekommen. All das sind nachvollziehbare Motive. Hinter diesen Gründen steckt jedoch noch eine tiefere Frage: Für wen spielst du eigentlich? Diese Frage betrifft nicht nur den Sport. Sie betrifft unser ganzes Leben. Denn jeder Mensch wird von etwas angetrieben. Jeder richtet sein Leben auf etwas aus. Jeder gibt etwas oder jemandem besondere Bedeutung. In Markus 3 lesen wir, dass Jesus auf einen Berg geht und Menschen zu sich ruft:

 „Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, und er bestimmte zwölf, die er Apostel nannte. Sie sollten ständig bei ihm sein, und er wollte sie aussenden, damit sie seine Botschaft verkündeten.“ (Markus 3,13–14, NGÜ)

Hier beruft Jesus seine Jünger. Er stellt sein Team zusammen. Interessant ist dabei, wen er auswählt: Er sucht sich nicht die angesehensten Menschen aus. Nicht die Klügsten oder Erfolgreichsten. Auch nicht diejenigen mit dem perfekten Lebenslauf. Stattdessen beruft er ganz normale Menschen. Fischer, Arbeiter, Menschen mit Fehlern, Menschen mit Ecken und Kanten. Menschen wie du und ich. Das bedeutet: Bei Jesus musst du dich nicht erst beweisen, um in sein Team zu kommen. Du brauchst keinen perfekten Lebenslauf und keine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seine Einladung gilt nicht den Perfekten, sondern allen Menschen. Noch etwas fällt in diesem Bibeltext auf: Bevor Jesus seinen Jüngern einen Auftrag gibt, möchte er, dass sie bei ihm sind. Beziehung kommt vor Leistung. Das steht oft im scharfen Kontrast zu unserer Sportwelt. Dort geht es fast immer darum, was wir leisten, wie gut wir sind und welche Ergebnisse wir erzielen. Bei Jesus beginnt alles anders. Er möchte zuerst, dass die Jünger bei ihm sind. Erst danach sendet er sie mit einem Auftrag aus: Sie sollen seine Botschaft weitergeben und Menschen helfen, Befreiung zu erleben. Denn genau dafür ist Jesus gekommen. Er möchte Menschen frei machen – frei von Schuld, Angst, Leistungsdruck und allem, was sie gefangen hält. Ich finde das besonders ermutigend, wenn ich an meinen eigenen Sport denke. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich Anerkennung suche. Dass ich gut spielen möchte, damit andere mich wertschätzen. Dass Erfolg mir ein gutes Gefühl gibt und Misserfolg mich herunterzieht. Aber das Evangelium dreht diesen Spieß um: Mein Wert hängt nicht an meiner Leistung, sondern an seiner Liebe. Die Bibel geht sogar noch weiter. In Johannes 1,12 und Galater 3,26 lesen wir, dass Menschen, die Jesus vertrauen, Kinder Gottes werden dürfen. Wir werden nicht einfach Mitglieder eines Teams – wir werden Teil seiner Familie. Das ist eine Identität, die keine Niederlage nehmen kann und kein Sieg vergrößern muss. Deshalb möchte ich dir heute diese Frage mitgeben: Für wen spielst du? Vielleicht stellst du fest, dass du oft für die Anerkennung anderer spielst. Vielleicht für den nächsten Erfolg. Vielleicht nur für dein eigenes Ego. Jesus lädt dich ein, für ihn zu spielen. Nicht aus Druck oder Zwang, sondern weil du bereits bedingungslos geliebt bist. Vielleicht kannst du dir heute ganz bewusst eine kleine Erinnerung schaffen. Vor dem Spiel, vor dem Aufschlag, vor dem Start eines Wettkampfs oder Trainings kurz innehalten und dir sagen: „Für Jesus.“ 

Nicht, weil du perfekt sein musst – sondern damit du weißt, zu welchem Team du gehörst.

Florian Schreiter
Bereichsleiter Sportarten

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Neubrandenburg. 
Seine Sportart ist Volleyball, bevorzugt im Sand. 
Und sein Motiv für Sportmission lautet: „Sportler brauchen Jesus.“