Fehlschläge und Fehlaufschläge
Ein Ligaspiel im Tischtennis. Es steht 10:10. Der Entscheidungssatz geht in die Verlängerung. Wer zuerst zwei Punkte Vorsprung hat, gewinnt.
Ich habe Aufschlag. Doch dann passiert, was nicht passieren darf: Fehlaufschlag. Danach punktet mein Gegner noch einmal. Ich verliere.
Diese Niederlage geht mir nach. Sie nimmt mir Selbstvertrauen. In der Folge kommt es immer wieder zu knappen Spielen. Die meisten davon verliere ich. Hätte ich diesen Fehlaufschlag nicht gemacht, meine Saison wäre wohl besser verlaufen.
Als Tischtennisspieler habe ich manchmal die Tennisspieler beneidet. Sie haben eine zweite Chance. Ein Fehlaufschlag führt nicht zum Punktverlust. Er hat allerdings meistens zur Folge, dass der zweite Aufschlag mit weniger Risiko ausgeführt wird und dadurch ungefährlicher ist. Und so mancher Tennisspieler hat auch schon wegen eines Doppelfehlers verloren.
Stell dir vor, du machst einen entscheidenden Aufschlagfehler im Tischtennis, Tennis, Volleyball oder ähnlichen Sportarten. Du ärgerst dich, weil du deshalb verlierst. Da sagt der Schiedsrichter: „Wiederholung.“ Irritiert schlägst du noch einmal auf. Schon wieder ein Fehlaufschlag. Der Schiedsrichter sagt erneut: „Wiederholung.“ Da verstehst du: Es gibt immer wieder eine neue Chance.
Natürlich ist das weit weg von der Realität. Und das nicht nur im Sport: Im Alltag unterlaufen uns Fehlschläge mit ernsten Konsequenzen: Beziehungen bleiben beschädigt. Verletzungen bestehen über Jahre. Frust wird zum täglichen Begleiter.
Was für eine gute Nachricht, dass Gott bereit ist, unsere Fehlschläge zu vergeben:
Wenn wir aber unsere Schuld eingestehen,
ist Gott treu und gerecht:
Er vergibt uns die Schuld
und reinigt uns von allem Unrecht,
das wir begangen haben.
1. Johannes 1,9
Jesus ist bereit, uns zu vergeben. Nicht nur einmal, sondern immer wieder! Egal, wie oft uns Fehlschläge unterlaufen. Er lädt uns ein, ihn immer wieder um Vergebung zu bitten und neu anzufangen.
Nehmen wir dieses Angebot an?
Samuel Haubner, Sportpastor
Leiter SRS Kinder- und Jugendsport
Er ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Ingolstadt. Seine Sportart ist Tischtennis.
Samuels Motiv zur Sportmission lautet: „Mit meinem Team will ich Kindern und Jugendlichen im Sport dienen, sie ermutigen und ihnen Jesus als besten Freund und Trainer bekanntmachen.“