27. Mai 2026

Du meine Güte

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Da hatte ich gerade die Sportandacht über „Niederlagen verkraften“ vor meinen Sportkameraden bei einem Lauf zur Norddeutschen Trial-Meisterschaft gehalten –und dann verlor ich hinterher den Wettkampf krass und wurde Vorletzter. Die Meisterschaft wackelte bedenklich. 

Der Nachhauseweg dauerte über sechs Stunden im Sonntagabendverkehr. An der Haustür dann die Frage: „Na wie war’s denn?“ Du meine Güte, was soll man da noch sagen? 

"Dass doch alle Menschen von eurer Güte etwas

merken möchten! Der Herr ist nahe!“ Philipper 4,5

Ab wann ist jemand ein gütiger Mensch? Vielleicht erst im fortgeschrittenen Alter nach einer Reihe von Lebenserfahrungen, Kenntnissen und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen? Das griechische Wort für Güte hat die Bedeutung von Milde und Nachgiebigkeit. Im deutschen Wort steckt "gut" darin mit den Bedeutungen "brauchbar, tauglich, günstig, tüchtig, brav, wacker". Es ist ein Wesenszug gemeint, der alles Denken und Tun eines so gearteten Menschen bestimmt und der auch in seinem Verhalten zum Ausdruck kommt – was bei mir sicher am Wettkampftag, als ich meine eigene Predigt an mir erlebte, nicht der Fall war. Warum nicht?

Güte aus mir heraus geht nicht. Schlechte Laune wohl. Denn das Neue Testament zählt die Güte zu den neun Früchten des Geistes. Da der Heilige Geist in jedem Menschen Einzug hält, der Jesus als seinen Herrn annimmt, steht sie aber zur Verfügung als Gabe Gottes – auf Wachstum angelegt. 

Der Bibelvers aus dem Philipperbrief hängt mit dem vorausgegangenen und nachfolgenden Satz eng zusammen. 

"Freut euch in dem Herrn allezeit, ja ich werde es wieder sagen: freut euch!“ Und: "Darum braucht ihr euch auch nicht zu sorgen; ihr dürft alle Anliegen im Gebet und Flehen mit herzlichem Danken vor Gott ausbreiten.“

Ja, darauf hätte ich schneller zurückgreifen können und sollen.

Und noch etwas wird bei dem Wort an die Philipper deutlich: Die Basis dieses Wunsches, dass alle Menschen etwas davon merken möchten, ist die Nähe Jesu. „Der Herr ist nahe!“ Jesus wird einmal sichtbar für die ganze Welt wiederkommen und er ist jetzt schon ganz nah im Herzen seiner Leute. 

Wenn das so ist, dann "lohnt" sich auch das Sorgen nicht mehr. Dieses Dreigestirn, sich freuen, gütig sein können und sich nicht mehr sorgen müssen, ist nicht nur Balsam für dein Gemüt. Es fördert die Konzentration auch auf das, was im Sport und Leben heute vor dir liegt. (Es war Gottes Güte, dass ich die Meisterschaft am Ende des Jahres doch noch gewonnen habe).

Helmfried Riecker

 

Gründer von SRS e.V..
Ist verheiratet und wohnt in Helmenzen (Altenkirchen).
Er fährt Motorrad-Trial.
Seine Motivation für Sportmission lautet:
„Ich finde es einmalig, im Sport von Jesus geführt zu werden.“

 

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