14. Januar 2026

Der Gott, der mich sieht

Ich weiß, Weihnachten ist erst vor ein paar Tagen gewesen, und wir tragen Erinnerungen daran in uns – vielleicht an all die schönen Momente oder auch an die Herausforderungen, die diese Zeit mit sich gebracht hat. Ich hoffe sehr, dass dein Weihnachten ein fröhliches war. Und falls nicht, möchte ich dich mit dieser kleinen Andacht liebevoll dazu ermutigen, dich daran zu erinnern, worum es an Weihnachten wirklich geht. 

Ich war kein Fußball-Wunderkind und habe von meinen Eltern in Sachen Fußball nicht besonders viel Unterstützung bekommen. Für sie war Fußball eher etwas, womit Kinder sich die Zeit vertreiben – also nichts von großem Wert. Aber ich habe es geliebt, Fußball zu spielen, und tue es bis heute. 

Als junger Kenianer, der in Kenia aufgewachsen ist, und mit Eltern, die nur begrenzte Mittel hatten, wusste ich, dass ich nur um Dinge bitten konnte, die als wichtig für meine Zukunft und für das Wohl der Familie galten. Sogenannte Hobbys wie Fußball mussten deshalb zurückstehen. 

Dazu kam, dass ich als Teenager ganz mit dem Fußballspielen aufgehört habe. Stattdessen probierte ich Dinge aus, von denen ich dachte, sie würden Mädchen beeindrucken (in Kenia gelten Fußballspieler nicht als besonders attraktiv, anders als in manchen anderen Kulturen). Meine Prioritäten hatten sich geändert, und so sehr ich den Fußball auch geliebt habe – er musste meinen stürmischen Hormonen weichen. Das, was meinem Herzen Freude bereitet hat, musste zurückstehen, weil es in meiner Kultur ebenfalls nicht als besonders wertvoll angesehen wurde. 

Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich im Alter von 17 Jahren gefunden hat. Nachdem ich ein Nachfolger Jesu geworden war und bei christlichen Freizeiten mitgeholfen hatte, entdeckte ich die Freude am Fußball wieder. Gott hat eine Fähigkeit, mit der Er mich beschenkt hatte, genutzt, um anderen Menschen in den Camps zum Segen zu werden – und auch mir selbst Freude zu schenken. Endlich habe ich verstanden, dass Fußball, diese Gabe Gottes, die mein Herz so glücklich macht, kein Zufall und kein Produkt des Glücks ist, sondern Teil von Gottes schöpferischem Geschenk für mein Leben. Es hat mich daran erinnert, dass mein Dasein gewollt ist und Sinn hat – und dass ich erwünscht bin! 

 „Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht.“ (Lukas 2,14) 

Als Gott einer von uns wurde, hat Er uns daran erinnert, wie wertvoll wir sind. Auch wenn wir in unserer Auflehnung vergessen haben, wer wir als Teil Seiner Schöpfung sind, kam Er, um uns den Weg zum Leben zu öffnen – zu dem Leben, das nur Er geben kann. Gott begegnet uns mit Gnade und Wohlwollen. 

Ich weiß nicht, wie es dir gerade geht oder welche Herausforderungen dich beschäftigen. Aber Gott hat es durch Christus Jesus möglich gemacht, dass wir Ihm nahekommen können. Warum hörst du nicht auf Seine Einladung und folgst Ihm? Denn Er sieht dich mit Gnade und Liebe an und möchte dir Leben schenken – Leben in Fülle. 

Felix Kibogo 
Seine Aufgabe bei SRS ist die internationale Sportarbeit. 
Er ist verheiratet, hat eine Tochter und wohnt in Hennef. 
Sein Motiv für die Sportmission lautet: „Wir alle haben nur eine Hoffnung: Jesus Christus! Es ist mein Privileg, seine Hoffnung all den Menschen zu bringen, zu denen er mich sendet.“ 

 

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