Dankbarkeit, die verbindet
„Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in
Christus Jesus für euch.“
1. Thessalonicher 5,18
In den USA ist Thanksgiving ein ganz besonderer Feiertag. Obwohl wir in Deutschland die zugrunde liegenden Werte kennen, hat das Erntedankfest hierzulande nicht denselben Stellenwert. Was macht diesen Tag so einzigartig?
Familien kommen zusammen, sie essen, lachen, beten, teilen Geschichten – und sie schauen Football. Der Sport gehört für viele Amerikaner ebenso untrennbar zu Thanksgiving wie der Truthahn auf dem Tisch. Es ist weit mehr als ein Sportereignis: Es ist ein Ritual, das Gemeinschaft stiftet. Man jubelt gemeinsam, man diskutiert leidenschaftlich über Schiedsrichterentscheidungen, und am Ende zählt vor allem eines: Das Beisammensein.
Thanksgiving erinnert uns eindrücklich daran, dass wir nicht allein durchs Leben gehen. Unsere Familie, Freunde und die gesamte Gemeinschaft – sie sind wie das Team auf dem Spielfeld. Jeder Einzelne hat seine Rolle, jeder trägt zum Erfolg bei. Und selbst wenn es Rückschläge gibt, bleibt man zusammen.
Ist der Football am Thanksgiving Day nicht ein starkes Bild für Dankbarkeit? Wir sind dankbar für die Gemeinschaft, die uns trägt. Wir sind dankbar für die Familie, die uns liebt. Und wir sind dankbar für Gott, der uns segnet – nicht nur mit Siegen, sondern gerade auch mit Herausforderungen, die uns wachsen lassen. So wie ein Team nur durch das perfekte Zusammenspiel gewinnt, so lebt auch unser Glaube durch Dankbarkeit und tiefes Vertrauen.
Wie leben wir Dankbarkeit im Sport?
Gerade im Training oder im Wettkampf können wir Dankbarkeit ganz bewusst leben. Statt uns nur auf das Ergebnis zu versteifen, können wir aktiv wahrnehmen, was uns geschenkt ist:
* Die Gesundheit, um überhaupt Sport treiben zu können.
* Die Mitspieler, die uns unterstützen.
* Die Trainer, die uns fördern.
* Die Gemeinschaft, die uns trägt.
Wer dankbar spielt, spielt befreiter. Dankbarkeit verändert die innere Haltung: Sie nimmt den übermäßigen Druck, sie schenkt Freude und macht uns unweigerlich zu besseren Teamplayern.
Thanksgiving und Football zeigen uns: Gemeinschaft macht stark. Dieser Feiertag steht an diesem Wochenende in den USA im Fokus. Warum nutzen wir die Motivation dieses Festes nicht, um die kommende Weihnachtszeit genau diesen Werten zu widmen? Die Bibel erinnert uns daran: Dankbarkeit macht frei. Lasst uns darum dankbar leben – als Team, als Familie, als Nachfolger von Jesus.
Die Perspektive macht den Unterschied
Oft reicht dafür ein simpler Wechsel der Perspektive. Im Sport ist uns das Prinzip bekannt: Wer nur auf die Fehler schaut, verliert schnell die Freude am Spiel. Wer aber den Blick auf das richtet, was gelingt – den gelungenen Pass, den fairen Teamgeist, die gemeinsame Trainingszeit – der erlebt, wie Dankbarkeit neue, stärkende Kraft freisetzt. Darum möchte ich dich heute zu einer Challenge einladen:
Nimm dir zehn Minuten Zeit, um aufzuschreiben, wofür du ganz konkret dankbar bist. Welche großartigen Dinge fallen dir sofort ein?
Lies diese Liste jeden Tag in der kommenden Woche einmal durch und ergänze die Punkte, die dir noch einfallen. So wie ein Team durch ständiges Training besser wird, so wird auch unser Herz durch diese Übung dankbarer und offener. Ich bin fest davon überzeugt: Dieser Perspektivwechsel kann unser Leben nachhaltig verändern – auf dem Spielfeld ebenso wie im Alltag.
Christopher Claaßen
SRSpersonal
Ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Hamm/Sieg.
Er liebt alle Ballsportarten und Fitness.
Sein Motiv für Sportmission lautet: „Ich liebe es, Menschen zu begleiten und sie mit Gott zu connecten. Ich liebe es, Sport zu machen und mich immer wieder herauszufordern. Und weil ich dadurch beides zusammenbringen kann, liebe ich Sportmission.“
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