KinderSportArena mit historischem Hintergrund
Artikel für die Homepage über Bad Blankenburg
Bad Blankenburg in Thüringen, ist ein Ort, der Geschichte geschrieben hat. In diesem Ort befindet sich seit 1886 die Zentrale der Deutschen Evang. Allianz. Gerade in DDR-Zeiten war dieser Ort unter den Christen sehr bekannt, denn er war einmal im Jahr der Treffpunkt vieler Gläubiger, die sich dort trafen, um gemeinsam die Bibel zu studieren, geistlich zu wachsen, Mut und Kraft und neue Zuversicht zu erhalten für ihren Glauben – denn in der DDR war es nicht leicht, seinen Glauben zu bekennen und auszuleben.
Parallel gab es auch in der BRD die Deutsche Evang. Allianz, die aber aus Thüringen heraus schon vor dem Krieg entstanden war. Durch die Teilung Deutschlands entwickelten sich beide Allianzen parallel, standen aber immer in Verbindung.
Das Allianzhaus ist nach der Wende vollständig renoviert worden und die Zentrale ist nun vereint in Bad Blankenburg zuhause. Seit drei Jahren leitet mein Mann Hannes ehrenamtlich das Team, das die jährliche Bibelkonferenz vorbereitet und weil er durch und durch ein SRS-Mann ist, lag ihm der Ort selbst und die Gegend dort geistlich sehr am Herzen. Während das Allianzhaus wieder als Konferenzort für ganz Deutschland aufgebaut wurde, verlor der Ort selbst mehr und mehr an Substanz. Viele Menschen zogen in andere Regionen Deutschlands.
Auch ich hatte den Wunsch, dass wir die Christen in den Ort Bad Blankenburg mit unseren Möglichkeiten unterstützen sollten, nachdem ich einen starken geistlichen Eindruck erhalten hatte. Ich selbst bin ebenfalls im Konferenzausschuss und es lag daher nahe, über die KinderSportArena lokal nachzudenken.
Im ersten Jahr hatten wir „nur“ ein Schwimmcamp für Kinder von 9-12 Jahren in der Region. Doch das Interesse der Menschen dort war sehr groß, sodass wir im letzten Jahr in die Landessportschule gegangen sind und drei verschiedene Sportarten angeboten haben. Das lief so gut, dass wir Wartelisten hatten. Es hat uns ermutigt, auch in diesem Jahr wieder eine KinderSportArena lokal anzubieten, die mit 43 Kindern ebenfalls gut gefüllt war. Die Kinder hören zum Teil das erste Mal, dass Jesus sie liebt, manche kommen aus atheistischen Elternhäusern und machen uns von vornherein klar, dass sie nicht an Gott glauben und nicht selten geschieht es dann am Ende, dass sie laut in ihrer Kleingruppe beten und sich an den Gott wenden, der für sie oder vermutlich eher für die Eltern „nicht existent“ ist. Wir sind immer wieder bewegt, wie Gott sich um die Kinder kümmert, wie er ihre Gebete erhört, wie er ihnen nachgeht.
In diesem Jahr hatten wir ein paar ukrainische Kinder dabei. Fremdenhass war auch unter den Kindern spürbar, das tut mir oft sehr weh, zumal diese Kinder, die selbst traumatisiert vom Krieg sind, sich damit auch noch auseinandersetzen müssen.
Mir wurde in diesem Jahr sehr deutlich bewusst, wie viel Gebet diese Kinder brauchen. Und ich möchte euch Leser ermutigen, für alle unsere Campteilnehmer zu beten, ob es nun Kinder, Jugendliche oder Erwachsene sind. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder hat etwas mitgebracht, das Jesus heilen, vergeben oder in Ordnung bringen möchte. Es ist an uns, dafür zu beten, dass die Campzeit nicht nur eine Momentaufnahme bleibt, sondern ein Start, der Beginn eines Lebens mit Jesus.
In Bad Blankenburg haben wir an dem letzten Samstag noch ein Familienfest gefeiert und zum Abschluss haben wir uns alle an den Händen gehalten und einen großen Kreis gemacht. Es war ein besonderer Moment, als Anke, eine der KiSA-Mitarbeiterinnen, noch für alle gebetet und sie gesegnet hat. Das war für mich das Highlight der ganzen Woche.
Lasst uns dafür beten, dass Bad Blankenburg und seine Bewohner Gottes Wirken in ihren Häusern und Familien erleben. Gott kann diese Region wieder neu beleben und geistlich verändern. Ich freue mich, wenn ihr in dieses Gebet mit einsteigt.
Judith Schmidts
Kinder- und Jugendsport