So kann’s weitergehen
Vielleicht stehst du am Anfang, in der Mitte oder am Ende einer Saison, hast viel Positives erlebt, aber auch diverse Rückschläge einstecken müssen. Diese wollen dich nun mehr bestimmen als das, was gut gelaufen ist. Der Schreiber des Briefes an die Gemeinde in Philippi duldet diesen Zustand bei sich nicht! Was auch immer vorher in seinem Leben falsch gelaufen ist: Er weigert sich, den demoralisierenden Faden aufzunehmen, und vergisst das Vergangene – ohne es zu verdrängen.
Dabei schaltet er weder sein Erinnerungsvermögen noch die Wirklichkeit aus. Eins weiß er aber: Er lässt es gerne zu, dass die Planung Gottes für sein Leben vollständig von ihm Besitz ergreift, sodass negative Stimmungen weichen müssen.
„Liebe Brüder, ich bilde mir nicht ein, den Sieg schon errungen zu haben; eins aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist…“ Philipper 3,13
Es stimmt, das große Ziel hat er noch nicht erreicht, aber er weiß sich auf dem Weg dorthin. Paulus ist ein Mann, der genau über sich selbst Bescheid weiß – und dies weder pessimistisch noch schwärmerisch. Dabei nimmt er eine auch für Sportler vorbildliche Haltung ein. Er lässt sich weder vom Vergangenen beeinflussen noch steuern. Nicht die Vergangenheit, sondern der Blick auf das Ziel bestimmt sein Leben.
Leicht gesagt, aber geht das wirklich so „einfach“?
Ja, denn eigentlich ist für den Start zuerst „nur“ eine Gedankenkorrektur nötig: Wer sich so aufmacht und sich auf biblisches Denken einlässt, erlebt – das ist dann nicht mehr die eigene „Anstrengung“ – einen deutlichen Umschwung auch seiner emotionalen Wahrnehmung. Die Psyche, durch schlechte Erfahrungen am Boden festgehalten, kann sich aufschwingen. Spätestens dann wird deutlich, welche Macht unsere Gedanken haben. Aber auch, wie sehr es darauf ankommt, dass sie sich am geschriebenen Wort Gottes orientieren.
Das ist tatsächlich die Möglichkeit, die Niederungen der eigenen Gedankenwelt zu verlassen. Das, was du jetzt schon bist – ein Kind Gottes – und was wir beide einmal erreichen werden – das ewige Leben –, bürgt dafür, dass ein Mensch aufstehen und weitergehen kann. Wer sich so auf Gottes Zusagen verlässt und auf diese Weise seine eigenen Ketten abwirft, kann mit einem Maximum an Konzentration weitermachen. Das schafft die Grundlage dafür, dass das Bestmögliche aus der Situation entsteht.
Sport bleibt spannend.
Helmfried Riecker
Gründer von SRS e. V.
Er ist verheiratet, wohnt in Helmenzen (AK).
Fährt Motorrad-Trial.
Seine Motivation für Sportmission lautet: „Ich finde es einmalig, im Sport von Jesus geführt zu werden.“