23. September 2026

Sieger-Identität

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Einem der erfolgreichsten Fußballvereine Deutschlands, dem FC Bayern München, wird häufig ein sogenanntes „Siegergen“ zugeschrieben. Natürlich gibt es ein solches Gen nicht wirklich. Gemeint ist vielmehr, dass Spieler des FCB in ein Umfeld kommen, das seit Jahrzehnten von Erfolgen geprägt ist und in dem der Anspruch zu gewinnen fest verankert ist. Die Überzeugung, gewinnen zu können und gewinnen zu müssen, wird so zu einem wichtigen Teil der Identität des Vereins und seiner Spieler. Dieses Selbstverständnis, oder anders ausgedrückt, diese Sieger-Identität, trägt oft dazu bei, auch schwierige Spiele noch für sich zu entscheiden.

Wir wissen als Sportler um die Bedeutung der mentalen Komponente. Wir wissen, dass ein gesundes Selbstbewusstsein und eine Sieger-Identität entscheidend dazu beitragen können, erfolgreich zu sein.

Das Gleiche gilt für uns als Nachfolger von Jesus. Sind wir uns bewusst, wer wir sind, wo wir leben und was wir durch ihn haben? Und leben wir aus dieser neuen Sieger-Identität?

Die Bibel sagt uns, dass Gott uns aus dem Reich der Finsternis errettet hat und uns in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt hat (Kol 1,13). Wir leben jetzt schon in Jesu unsichtbarem Reich, das aus Gerechtigkeit, Friede, Freude und Kraft im Heiligen Geist besteht (1. Kor 4,20; Röm 14,17). Wir sind gerecht gemacht (Röm 5,1), wir sind geliebte Kinder (1. Joh 3,1–2) und haben einen großzügigen, allmächtigen Vater, der uns gerne gibt (Röm 8,32). Wir sind Erben (Gal 4,7), haben göttliche Autorität übertragen bekommen (Mt 28,18–20) und sind dazu berufen, über die Sünde zu herrschen (Röm 6,12–14).

Glaubst du das?

Das für dich selbst anzunehmen und aus dieser Identität heraus zu leben, ist entscheidend, wenn du als Nachfolger erfolgreich oder, biblisch gesagt, fruchtbar sein willst. Denn wir sind zugleich noch in der Welt und daher in einen Glaubenskampf gestellt. Unsere alte Natur und der Teufel versuchen uns, damit wir weiter aus unserer alten Identität leben. Es kommt immer noch ein „Sollte Gott gesagt haben?“ an uns heran.

Dann müssen wir erkennen, was die Wahrheit ist: was Gott in seinem Wort darüber sagt, wer wir sind, wer er selbst ist und was wir durch ihn haben und tun können. An diesen Wahrheiten dürfen wir festhalten und sie den Lügen unseres eigenen Denkens, den Stimmen der Welt und den Angriffen des Teufels entgegenhalten.

Doch wie gelingt das praktisch? Gott macht uns immer wieder auf Bereiche aufmerksam, in denen wir nicht in seiner Wahrheit leben. Dabei geht es ihm nicht darum, uns zu beschämen oder zu verurteilen, sondern uns in die Freiheit zu führen. Unsere Aufgabe ist es dann, Buße zu tun. Buße bedeutet nicht, Gott irgendwie gnädig stimmen zu müssen. Buße bedeutet Umdenken. Es bedeutet, die Wahrheit Gottes anstelle einer Lüge zu glauben und unser Denken mit seinem Denken in Einklang zu bringen.

Wenn wir so auf seine Wahrheit reagieren, bleiben wir mit Jesus verbunden, der selbst die Wahrheit in Person ist. Aus dieser Verbundenheit heraus können wir leben, handeln und kämpfen. Dann wird die Identität, die Gott uns schenkt, mehr und mehr zu unserer gelebten Realität. Wir leben nicht länger aus Mangel, Angst oder Niederlage heraus, sondern aus seinem Reich. Aus der Identität von Menschen, die durch Christus bereits Anteil an seinem Sieg haben. Aus einer echten Sieger-Identität.

 

Andrea Schieweck
Koordination SRS-College und Ehrenamt

Sie wohnt in Stuttgart, spielt Tennis und ihr Motto für die Sportmission lautet: „Übernatürlich natürlich die Liebe Gottes im Sport weitergeben.“