Schanzer
„Norden, Süden, Osten, Westen. Schanzer sind wir!“ heißt es in der Hymne des FC Ingolstadt. Das Wort „Schanzer“ ist sogar Teil des Vereinswappens. Die Einwohner meiner Stadt werden oft so genannt. Woher kommt das?
Eine „Schanz“ meint eine Festung, also ein Bollwerk gegen Angriffe von außen, einen Ort, der Schutz bietet. Die Erbauer und Bewohner einer Festung sind folglich Schanzer. Ingolstadt war über Jahrhunderte eine bedeutende bayerische Landesfestung. Heute noch sind viele Spuren davon zu sehen: Wälle, Bastionen, Gräben usw. Man kann sich gut vorstellen, wie viel Schutz diese Schanz bot.
Auch die Bibel berichtet von einer Schanz: Dabei geht es um König David. Er erlebt schwere Kämpfe und gerät mehrfach in Lebensgefahr. Er kennt aber auch geschützte Orte. David ist also ein Experte für Schanzen. Er schreibt:
„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt. - Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott.“ 2. Samuel 22,2-3.7a
Zu dieser Zeit liegen schwere Auseinandersetzungen hinter David. Dass er noch lebt, grenzt an ein Wunder. Doch David hat eine Schanz, die er immer und überall aufsuchen kann: keinen Ort, sondern Gott selbst! ER ist sein Fels, seine Burg, sein Erretter, sein Schutz. Das zeigt sich besonders in der Not. Als David bedroht ist, schreit er zu Gott. Genau das können wir auch tun, wenn wir uns nach Schutz sehnen.
Wie wäre es, wenn du täglich für dich und für andere zu Gott rufst? Es gibt keine bessere Schanz als ihn. Nur ER kann ewig schützen. Alle anderen Schanzen bieten nur vorübergehend Sicherheit. Durch Gebet bringen wir uns selbst und andere Menschen zu Gott. Einfache Worte genügen: „HERR, hilf …“
Ein echter Schanzer ist, wer bewusst für den Schutz von Menschen eintritt. Lasst uns solche Schanzer sein!
Samuel Haubner
SRS-Sportpastor & Bereichsleiter Kinder- und Jugendsport
Er ist verheiratet, hat vier Kinder und wohnt in Ingolstadt.
Seine Sportart ist Tischtennis.
Sein Motiv zur Sportmission lautet: „Mit meinem Team will ich Kindern und Jugendlichen im Sport dienen, sie ermutigen und ihnen Jesus als besten Freund und Trainer bekannt machen.“