Am 1.11.2017 war es soweit. Die Medien haben alle darüber berichtet. Das Olympische Feuer, das im antiken Olympia entzündet wurde, ist in Südkorea eingetroffen.

Von da an wird es über 100 Tage lang von tausenden von Läufern durch ganz Südkorea getragen, bis es schließlich zur Eröffnungsfeier am 9. Februar 2018 im Olympiastadion in Pyeongchang, eintrifft.

Mit diesem Lauf und der Übergabe des Feuers von einem zum anderen soll die Botschaft von Frieden und Freundschaft allen Nationen verkündet werden. Eine Botschaft, die unsere zerbrechliche Welt gerade besonders braucht.

Ich nehme mal an, dass jeder Läufer stolz auf das Vorrecht ist, die Fackel  tragen zu dürfen. Er wurde aus einer Menge von Menschen ausgewählt, dies tun zu dürfen.

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in sein wunderbares Licht.“ 1.Petrus 2,9

Bei uns ist es ebenso. Wenn du an Jesus Christus glaubst, dann hat Gott DICH auserwählt. Auserwählt, ihn und seine Liebe erleben zu dürfen. Aber auch auserwählt, selbst ein Fackelträger zu sein. Wir dürfen sein Licht leuchten lassen und andere mit der Liebe Gottes anstecken.

Die olympischen Fackelträger verstecken sich nicht, sondern tragen das Feuer und die damit verbundene Botschaft mit erhobenen Kopf – und gut sichtbar. Und wir? Sind wir uns bewusst, dass wir Söhne und Töchter des allmächtigen Gottes sind? Laufen wir unseren Lauf deswegen mit erhobenem Haupt? Sind wir uns bewusst, welche Möglichkeiten uns in Gott zur Verfügung stehen? (Lies Kolosser 2,9; Epheser 1,18+19.) Geben wir die Botschaft von Gottes Liebe weiter? Wie kann das gehen?

„Was du vorhast, wird dir nicht durch die Macht eines Heeres und nicht durch menschliche Kraft gelingen: Nein, mein Geist wird es bewirken! Das verspreche ich, der HERR, der allmächtige Gott.“  Sacharja 4,6

Es ist nicht an mir zu beurteilen, wie wirkungsvoll der olympische Fackellauf in Bezug auf den Erhalt von Frieden und Freundschaft ist. Ganz sicher weiß ich aber, dass, wenn du dich von Gottes Geist entzünden lässt, dann ist dein Fackellauf kraftvoll und verändernd. Gott sandte sein Feuer, den Heiligen Geist, und dieses Feuer machte aus Menschen kraftvolle Missionare und Weltveränderer im Kleinen und im Großen.

Noch etwas. Weißt du, wann die Tradition des olympischen Fackellaufs entstanden ist? Die Historiker streiten sich, ob die Idee von einem Juden kam oder aber von den Nationalsozialisten. Sicher ist, diese haben den Fackellauf bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin zum ersten Mal ausgeführt und damit die bis heute bestehende Tradition ins Leben gerufen. Wir wissen, was die Nationalsozialisten nach Deutschland und in die ganze Welt gebracht haben. Nicht ein Feuer des Friedens und der Freundschaft, sondern ein Feuer der Zerstörung, des Hasses und des Krieges.

Ich wünsche mir, dass ich, dass wir wieder in die Fußstapfen von segensreichen deutschen Vorbildern wie Martin Luther oder die Herrnhuter treten. Diese waren wirkungsvolle, entzündete Fackelträger und haben die Gnade und Liebe Gottes zu den Menschen auf der ganzen Welt gebracht.

Andrea Schieweck
SRS Akademie

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