24.12.2025

Eine geschenkte Begegnung

Eine geschenkte Begegnung Bild 1
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Eine geschenkte Begegnung – mit einem besonderen Pferd

Nachdem ich als Kind reiten lernen und viel Zeit mit Pferden verbringen durfte, hatte ich als Jugendliche einige Jahre keine Möglichkeit mehr dazu. Mit 16 Jahren wurde die Sehnsucht, in meinem Herzen jedoch wieder sehr groß, wieder Zeit mit diesen wunderbaren Geschöpfen zu verbringen. Ich wusste nicht wie, doch ich vertraute darauf, dass Gott einen Weg zeigen würde.

Dieser Weg entstand ganz leise und unerwartet. Über meine Mutter, die im örtlichen Einzelhandel arbeitete, kam der Kontakt zu einer Frau zustande, die 15 Islandpferde besaß und auf der Suche nach jemandem war, der sie unterstützen würde, mit Zeit, Geduld und Herz für diese besonderen Tiere. So begann eine Reise, die mein Leben bereichern sollte. 

Besonders ein Pferd wurde mir anvertraut: Der Wallach Hlada Blakkur vom Wiesenhof. Er war ein anspruchsvolles, sehr sensibles Pferd – eines, das nicht mit Druck, sondern nur mit Ruhe, Aufmerksamkeit und innerer Klarheit geritten werden konnte. Durch ihn durfte ich lernen, wirklich zuzuhören: nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen. Er zeigte mir, wie wichtig Geduld, Achtsamkeit und Respekt sind – Eigenschaften, die weit über das Reiten hinausgehen.

Blacky schenkte mir unzählige wertvolle Erlebnisse und Erfahrungen. Jede gemeinsame Zeit war ein Geschenk, jede Herausforderung eine Lektion. Rückblickend erkenne ich, wie sehr Gott mich durch diese Begegnung geprägt und begleitet hat. Ich bin zutiefst dankbar für die Möglichkeit, über viele Jahre hinweg mit diesem besonderen Pferd unterwegs zu sein. Er starb in 2020 mit 39 Jahren an einer Kolik. 

Die Bibel erinnert uns daran, wie wichtig ein liebevoller und verantwortungsvoller Umgang mit Gottes Schöpfung ist:

Ein guter Mann kümmert sich um das Wohl seiner Tiere; ein böser hat kein Herz für sie. 

(Sprüche 12,10)

In der Zeit mit Blacky durfte ich genau das lernen – Fürsorge, Demut und Dankbarkeit. Heute weiß ich: Diese Begegnung war kein Zufall, sondern ein Geschenk Gottes zur richtigen Zeit.

Christina Posluschni

 

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