Kurz vor Ostern waren unsere Tochter und ich ein paar Tage beim Skifahren im Zillertal. Neben zu erwartenden frühlingshaften Temperaturen mit schwerem und nassem Sulzschnee war in diesem Jahr ein starker Föhnwind im gesamten Zillertal die größte Herausforderung, so dass an manchen Tagen nur eins von vier großen Skigebieten öffnen konnte. Ein paar Mal fuhren wir den Berg hinunter und blieben bei flacheren Passagen wegen des heftigen Gegenwindes fast stehen. Immer wieder mussten Fahrten mit dem Sessellift aufgrund starker Böen unterbrochen werden. Nach einer solchen abenteuerlichen Sessellift-Fahrt glücklich und erleichtert oben auf ca. 2.400 Meter angekommen, mussten wir uns mit aller Kraft gegen den Wind stellen, um in die richtige Richtung zu fahren. Ein kleineres Kind hatte im Beisein seines Vaters richtige Probleme, sich auf den Skiern zu halten.

Zusätzlich zum Wind forderten uns aufgrund der warmen Temperaturen die Pistenverhältnisse heraus. Sulzschnee ließ schon am späten Vormittag aus gut präparierten Pisten Buckelpisten entstehen. Das Fahren auf solchen Pisten erfordert einen höheren Kraftaufwand. Herausfordernd und nervig war ebenfalls das ungewöhnlich lange Anstellen am Lift, da wir uns mit vielen anderen Skifahrern die wenigen geöffneten Liftanlagen teilen mussten.

Mit welchen Herausforderungen kämpfst du gerade in deinem Sport oder in anderen Bereichen deines Lebens? Wie gehst du diese Herausforderungen an? Schüchtern dich Herausforderungen eher ein oder liebst du Herausforderungen?

Oder kommt es einfach auf die Tragweite und die möglichen Konsequenzen der Herausforderungen an? Ich versuche, mir bei Herausforderungen drei biblische Wahrheiten bewusst zu machen:

  1. Jesus sagt von sich:

 „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“

Matthäus 28, 18

Er hat also auch die Macht, meine Herausforderung mit mir oder ohne mich zu lösen. Oder mir die Kraft zu geben, mit der Herausforderung zurecht zu kommen.

  1. Weiter sagt Jesus im gleichen Kontext zum Schluss:

 „Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“

Matthäus 28, 20b

Er ist auf alle Fälle in den Herausforderungen meines Lebens immer bei mir, egal ob ich das auch gerade so wahrnehme oder mich allein und verlassen fühle.

  1. Jesus sagt:

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wenn jemand in mir bleibt und ich in ihm bleibe, trägt er reiche Frucht; ohne mich könnt ihr nichts tun.

Johannes 15, 5

Und „nichts tun können“ bezieht sich nicht nur auf Herausforderungen, sondern auch auf alles Alltägliche. Das versuche ich so umzusetzen, dass ich erst gar nicht versuche, etwas ohne Jesus anzugehen – auch wenn es noch so banal ist. Darin bin ich allerdings wahrlich kein Meister. Und jeder Tag und jede Aufgabe fordern mich neu heraus, das zu trainieren und immer mehr zu verinnerlichen.

Und dich fordere ich bei all den kleinen und großen Herausforderungen deines Lebens heraus:

„Vertraue auf den HERRN für immer, denn der HERR ist der ewige Fels.“

Jesaja 26, 4

Bernd Krauß

Bereichsleiter Verwaltung SRS e.V..

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Birnbach.

Sein Interesse gilt vielen Sportarten, insbesondere Fußball.

Und sein Motiv für Sportmission lautet:

„Sportler gewinnen für Jesus, damit sie nicht verlieren!“

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