Geben ist seliger als Nehmen

„Mit meiner Lebensführung habe ich euch gezeigt, dass wir Arbeit und Mühe nicht scheuen dürfen; denn dann können wir den Bedürftigen helfen, wie es unsere Aufgabe ist. Denkt immer an die Worte, die Jesus, der Herr, selbst gesagt hat: Auf dem Geben liegt ein größerer Segen als auf dem Nehmen.“ Apostelgeschichte 20,35

Dies sind Worte aus der Abschiedsrede des Paulus vor der Gemeinde in Ephesus. Wie komme ich auf diese Verse? Vor Kurzem behandelte ich eine Patientin. Auf der Massagebank liegend erzählte sie mir, wie schwer es ist, es jedem recht zu machen und dass man doch sehr oft dabei verletzt wird. Man bekommt das Gefühl vermittelt, vielleicht doch nicht ALLES gegeben zu haben.

Sportlich ist dies ja relativ einfach: Bist du schon mal an deine Grenzen gekommen? Hast so viel gegeben, dass du dich übergeben musstest? Dir selber gesagt hast: „Ich kann nicht mehr!“ – weil du an deine Grenzen gegangen bist?

Ich kann nur von mir aus sagen, dass dieses Gefühl etwas sehr Befreiendes hat. Die Grenzen zu erreichen ist das eine, aber es geht immer noch mehr als man denkt. Im Mannschaftssport ist das oft ein gewinnbringender Faktor, denn wenn alle an ihre Grenzen gehen, wird man als Mannschaft auf jeden Fall gewinnen, auch wenn man mal ein Spiel verliert, siehe unsere Handball-Nationalmannschaft! Wenn jeder alles für den anderen gibt, sich selber nicht in den Mittelpunkt stellt, wird man feststellen, dass selbst der Letzte in der Mannschaft bereit ist, alles zu geben.

Ich glaube, genau das ist gemeint, was Paulus auch uns mitteilen möchte: Gib dein Bestes, stell dich selber nicht so in den Vordergrund und du wirst sehen und spüren: Geben ist seliger als Nehmen. Denn dies ist unsere Aufgabe!

Ist es nicht so, dass wir oft negativ denken, ja vielleicht mit dieser Einstellung in den Tag starten? „Oh, heute ist erst Montag, wenn es doch schon Freitag wäre!“ Aber glaubt mir, versucht euch mit positiver Spannung und vor allem mit unserer Bibel auf den Tag vorzubereiten. Denn wie es oben schon steht, ist das unsere Aufgabe.

Bei allem was wir tun, sollen wir Segen für die Sportler sein. Ist das nicht etwas Wunderbares?! Geben ist seliger als Nehmen. So sagte es Jesus. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, einer für den anderen alles gibt, dann wird Jesus uns im Überfluss geben. Ja, davon bin ich überzeugt, dafür brenne ich – im Reich des Sports für Jesus zu geben, alles was geht. Er geht voran, wir müssen ihm nur folgen. In diesem Sinne: Gebt alles und ihr werdet reich beschenkt! Denn Geben ist seliger als Nehmen.

Alles Liebe und Gottes reichen Segen!

Mario Lefebre
SRSjugendsport

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