Da hingehen, wo´s weh tut

Sport macht Spaß, aber es gibt auch viele Situationen, die wehtun. Sowohl körperlich, als auch psychisch. Ich denke da an offensichtliche Fouls, aber auch an Aktionen, die die Mannschaft schmerzen und schwächen, wie zum Beispiel eine Rote Karte. Ebenso schmerzt eine Niederlage, ein Tor in der Verlängerung und das damit besiegelte K.O. in einem Turnier. Eine herbe Verletzung, die nicht nur dem betroffenen Spieler wehtut, sondern auch der Mannschaft, weil diese für einige Zeit auf den wichtigen Mannschaftskameraden verzichten muss.

Da hingehen, wo´s wehtut, bedeutet aber auch, dass jeder Spieler an seine Belastungsgrenze geht, um der Mannschaft zu helfen. Er sprintet auch dann noch zurück, um das Tor zu verteidigen, wenn ihn scheinbar die Kraft dazu verlassen hat. Er geht in den Zweikampf, obwohl er weiß, dass es wehtun wird – aber dieser Zweikampf verhindert ein Tor.

Es gibt viele solcher Situationen im Sport, die wehtun. Das Training, die Vorbereitung auf ein Spiel oder einen Wettkampf ist nicht immer nur Spaß, sondern oft auch schmerzhaft, kostet viel Mühe und Kraft. Wie sonst kann man ein Ziel erreichen, das man sich gesetzt hat? Durch Bequemlichkeit? Durch Faulheit? Durch “nur 90% Geben“? Jeder von uns kennt die Antwort: Indem wir 100% geben, in dem wir an unsere Schmerzgrenze gehen und darüber hinaus …

In Matthäus 28, 18-20 sagt Jesus zu seinen Jüngern:

“Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehrt sie alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch, ich in immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“

Jesus fordert uns auf, zu allen Völkern zu gehen und sie zu Jüngern zu machen, sie zu taufen und sie zu lehren, alle Gebote zu halten, die er uns gegeben hat. Die Berichte in der Bibel von Paulus, Johannes, Petrus etc. machen deutlich, was es bedeutet, Jesu Auftrag auszuführen und ihm gehorsam zu sein. Sie alle sind dorthin gegangen, wo es wehtut. Sie haben körperliche, seelische, psychische Schmerzen, Anfechtungen und Versuchungen erlitten. Weshalb? Weil Jesus nachzufolgen, sein Jünger zu sein, u.a. auch genau das bedeutet. Nicht nur den bequemen Weg zu gehen, sondern auch dort hin, wo´s wehtut. 100% zu geben für den, der es wert ist. An die Belastungsgrenze zu gehen, Schmerzen und Leid geduldig zu ertragen.

Denn er ist immer bei uns, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde – bis ans Ende der Zeit.

Mein Gebet ist, dass Gott uns die Kraft gibt, dorthin zugehen, wo es wehtut. Ihm zur Ehre!

Diethard Rost
SRSsportteams und SRSakademie

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2018-05-03T10:05:16+00:00 2. Mai 2018|Tags: , , , , |