Nach 5jähriger Unterbrechung starteten die RG G(a)as in diesem Jahr wieder die Planungen für eine Neuauflage der Hombachtal -Rallye. Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr in Ermangelung von Nennungen abgesagt werden musste, füllte sich leider auch in diesem Jahr die Teilnehmerliste nur sehr schleppend und blieb mit 52 Startern recht übersichtlich. Dabei standen, nach alter Väter Sitte und wie im Hombachtal üblich, wieder über 20% unbefestigtes Terrain im Streckenplan verzeichnet. Sehr kompakt, mit kurzen Verbindungsetappen, ging es rund um das Taunusdorf Geisig, bloß einen Steinwurf vom Loreley Felsen entfernt, auf insgesamt 6WP´s. Schon bei der Besichtigung der Strecke am Freitag erwiesen sich die Abschnitte auf Feld und Wiesenwegen als sehr herausfordernd. Der für Samstag früh gemeldete Regen verschärfte dann prompt und erbarmungslos die Situation, besonders für all die Teilnehmer, bei der die Ingenieure es versäumt haben, alle Räder mit dem Motor zu verbinden…

Pünktlich um 9.01 wurde in die erste Prüfung gestartet. Die Strecke wurde als WP 1 – WP 3 als klassische Start – Ziel Prüfung gefahren. In der Mittagspause erfolgte der Umbau der Zeitnahme und, wo nötig, der Streckenposten. Nun wurde, jedoch in entgegen gesetzter Richtung, in weiten Teilen die identische Strecke des Vormittags gefahren, incl. einem dazu genommenen Rundkurs. Voila, fertig waren WP4 bis WP6.

Dank hervorragender Organisation, Sachverstand und einer Vielzahl an Helfern sowie, Gott sei Dank, auch ohne größere Zwischenfälle, ging die Rallye reibungslos über die Bühne.

Bedenkt man, welch großartige Arbeit das Orga -Team geleistet hat und wie wenig Veranstaltungen der Rallyekalender derzeit zu bieten hat, dann hätte die Hombachtal allemal ein größeres Starterfeld verdient und es auch sicherlich gut vertragen!

Ungeachtet dessen stürmten die Vorauswagen in Form eines 3er BMW, einem Käfer sowie einem Delta Integrale los, als ginge es um den Gesamtsieg. Kaum waren sie verschwunden, ging der in der DAM Meisterschaft des NAVC führende Manfred Brunken mit Manuela Dietrich im EVO X auf die Piste. Dahinter, mit der Startnummer 2, Stefan Schulze mit Lisa Kuhn im Subaru. Dem EVO 6 von Stephan Köhler folgte ein Lancia Delta Integrale 16V aus Österreich. Die Gruppen und Klasseneinteilungen im NAVC bieten hier die großartige Möglichkeit, auch mit verbesserten Fahrzeugen, Exoten oder älteren Modellen anzutreten. Mazda 323 neben Fiesta Rallye 4, Panda 4X4 und Toyota AE86, Porsche 911 und Dacia…

Die bunten Starterfelder belegen, wie man unkompliziert Regeln zu Gunsten des Sports machen kann. Darüber hinaus machte eine große Zahl von 3er BMW´s schon fast ein Drittel der Starter aus. Nicht zuletzt die im Rudel auftretenden Jungs vom Taunus Racing Team hatten wieder einmal sichtlich Spaß und zeigten sehr eindrücklich, dass die Kombination aus Leistung, Heckantrieb und losem Untergrund sehr glücklich machen kann.

Als Gesamtsieger im dritten von fünf Läufen durften sich Wilfried Brunken / Manuela Dietrich die Lorbeeren umhängen. Platz 2 gingen an Stefan Schulze und Lisa Kuhn, die in Schlagdistanz kämpfend letztlich durch zwei Schikanenfehler die Siegchancen verloren haben. Platz drei ging an Sven Köhler mit Co Pilot Tobias Glatzel, die im E30 BMW mächtig aufgeigten.

Es war wieder eine tolle Veranstaltung mit erstklassigem Rallyesport, die die RG G(a)as auf die Beine gestellt hat. Viel Engagement und nicht minder viel Arbeit wurde geleistet, um trotz aller Widrigkeiten und Unkenrufen eine solche Rallye auf die Beine zu stellen. Für das nächste Jahr bleibt zu hoffen, dass die Hombachtal Rallye auch 2025 wieder im Kalender stehen wird!

Jens Bechtel

Ehrenamtlicher Mitarbeiter SRSmotorsport

SRSmotorsport.de

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