Seit einiger Zeit darf ich, endlich wieder, American Football (NFL – National Football League) schauen. Die neue Saison ist im vollen Gange. Schon in der letzten Saison konnte man vor Spielbeginn etwas beobachten, das in dieser Saison immer mehr praktiziert wird.

Spieler gehen aus Protest während der Nationalhymne auf die Knie. Doch was soll das Ganze?

Es ist ein Protest, ein Zeichensetzen, ein Statement gegen Polizeigewalt und Diskriminierung gegen Schwarze. Nach und nach sind es mehr Spieler, die so Spieltag für Spieltag ein Statement setzen. Aber es gibt auch viele kritische Stimmen. Selbst Fans im Stadion antworten mit Buhrufen.

Ich finde, dass dies ein sehr starkes und mutiges Bild ist um zu zeigen, wofür man steht. Hut ab vor dieser Courage. Jedoch bin ich dadurch auch sehr ins Nachdenken gekommen. Wer weiß eigentlich in meinem Sport, was ich vertrete und was mir wichtig ist? Nur der engste Kreis, vielleicht einzelne…? Wieso schweige ich so oft, wenn es um meinen Glauben und den damit verbundenen Werten geht? Dabei stoße ich immer wieder auf eine Passage in der Bibel, die sehr klar ist und mich immer wieder neu herausfordert:

„Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“ Matthäus 10, 32-33

Würde mich jemand fragen, ob ich mich öffentlich durch irgendeine Aktion zum Thema „Gegen Alkohol im Sport“ engagieren würde, wäre ich ohne zu zögern dabei. Aber wenn ich Gleiches zum Thema „Jesus ist für meine Sünden gestorben“ machten sollte…mh…da fange ich doch schnell an zu überlegen:

– Was werden die Leute über mich denken?
– Wie kann ich das machen ohne komisch zu sein, gerade in dieser Zeit?
– Das ist privat – und damit geht man nicht hausieren?

Doch Jesus sagt uns ganz klar, wie wir uns verhalten sollen. Wir sollen uns vor den Menschen zu ihm bekennen. Vielleicht sollten wir uns an den Spielern der NFL ein Beispiel nehmen und auch in unserem Sport, da wo wir – du und ich – unterwegs sind, ein Statement setzen. Das Knien ist doch eine super Steilvorlage. Wer weiß, wer sich dir anschließt und, bildlich gesprochen, neben dir kniet. „Seid offensiv!“ sagt Alex Zöller (Leiter SRS Kinder- und Jugendsport) immer. Ich glaube, dass das offensiv ist.

Markus Malessa
Personal und Service

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