Mein Neffe Noah spielt seit einigen Jahren Fußball. Drei Jahre in Folge war er Teilnehmer bei der SRS-Fußballschule. Dort konnte ich mir als Trainer ein Bild von seinem Können machen. Er löste die Aufgaben in der Defensive ganz passabel, allerdings war ich als Torhüter jedes Mal angetan, wenn er sich im Tor versuchte. Seine Reaktionen waren herausragend, seine Furchtlosigkeit beeindruckte mich. Und seine lauten Kommandos waren treffend. Ich empfahl ihm ganz ernsthaft ins Tor zu wechseln.

Am vergangenen Sonntag erzählte mir Noah schmunzelnd, dass sie gegen eine gute Mannschaft 5:2 gewonnen hätten. „Nur zwei Schüsse konnte ich nicht abwehren“. Ich freute mich, dass er meinem Rat gefolgt war und nun zwischen den Pfosten stand. Um sich zu verbessern, fragte er mich direkt aus: „Wie muss sich ein Torhüter bei hohen Flanken verhalten?“ Mutiges Handeln und Eingreifen des Torwarts werden meistens belohnt – zögerliches Eingreifen hingegen oft mit einem Gegentor bestraft. Mein Tipp bezüglich Flanken war deshalb:

„Hast du dich einmal entschieden, dein Tor zu verlassen, darf du nicht mehr zögern oder es dir wieder anders überlegen. Abstoppen oder Zurückgehen sind grundverkehrt. Ein lauter, kämpferischer Ruf: `MEIN BALL!` ist wichtig. Darauf reagieren deine Mitspieler mit Zurückhaltung. Die Gegenspieler wissen, dass sie mit einem Torhüterkontakt zu rechnen haben. Das schüchtert sie ein.“ Lautes Rufen ist auch in einer anderen Situation richtig:

„Denn die Zeit kommt, in der die Wahrheit ans Licht kommt und alle Geheimnisse bekannt werden. Wenn der Tag anbricht, dann schreit hinaus, was ich euch heute in der Dunkelheit sage. Ruft von allen Dächern, was ich euch in die Ohren flüstere, damit jeder es hören kann! Habt keine Angst vor denen, die euch umbringen wollen. Sie können nur euren Körper töten; eure Seele ist für sie unerreichbar. Fürchtet allein Gott, der Leib und Seele in der Hölle vernichten kann.  Nicht einmal ein Spatz, der doch kaum etwas wert ist, kann tot zu Boden fallen, ohne dass euer Vater es weiß. Selbst die Haare auf eurem Kopf sind alle gezählt. Deshalb habt keine Angst; ihr seid Gott kostbarer als ein ganzer Schwarm Spatzen. Wer sich hier auf der Erde öffentlich zu mir bekennt, den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel bekennen. Aber wer mich hier auf der Erde verleugnet, den werde ich auch vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“
Matthäus 10, 26-33

Ruft von allen Dächern
Wer einmal eine Entscheidung für Jesus getroffen hat, der muss entschlossen und ohne Zögern die nächsten Schritte wagen. In den ersten Momenten und Tagen nach der Entscheidung sollte man seinen Glauben bezeugen. Familienmitglieder, Freunde, Sportkameraden sind gute Kontakte, um zu erklären, dass sich in deinem Leben etwas verändert hat. Sie müssen wissen, dass für dich nun andere Maßstäbe gelten. Durch dein Bekenntnis zu Jesus erzeugst du viele positive, aber auch negative Reaktionen. Aber du schaffst in erster Linie Klarheiten. So vermeidest du schon im Vorfeld viele Situationen, die das Potenzial haben, deinen Glauben aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Der Auftrag des Torhüters ist es, ins Spiel einzugreifen. Dies sollte er mutig und lautstark tun. Er trifft klare Entscheidungen und gibt entsprechende Kommandos. Diese sind im ganzen Stadion zu hören. Es entsteht Klarheit. Greife auch als Christ beherzt ins Spielgeschehen ein. Stehe als Sportler laut und deutlich für Jesus ein. So veränderst du nicht nur dein Umfeld, sondern in erster Linie dich selbst. Dein Glaube gewinnt an Stabilität.

Haare zählen
„Wie kann ich andere Menschen auf den Glauben ansprechen?“ Wenn du dich wie ein Torhüter verhältst,  werden die Leute dich auf deinen Glauben ansprechen. „Und was soll ich dann sagen?“ Gegenfrage: „Hast du schon mal die Haare auf deinem Kopf gezählt?“ Jesus kennt dich besser als du dich selbst. Er weiß, was du In diesen Situationen brauchst. Es steht dir derjenige zur Seite, zu dem du dich bekennst. Glaube daran, dass Jesus – auch in diesen Situationen – dein ganz persönlicher Retter ist.

Alex Zöller
SRSjugendsport

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