Die Warm-Up-Tagesandacht für heute:

01. August
VERTRAUEN
Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem König Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast?
2. Könige 18, 19

Assyrische Truppen vor den Toren Jerusalems! Die Weltmacht vor dem Zwerg Juda: Ungleicher konnten die Kräfte überhaupt nicht verteilt sein. Hiskia hatte miterlebt, wie schon die zehn Stämme Israels, das Nordreich, besiegt und in die assyrische Gefangenschaft weggeführt worden waren. Dasselbe blühte nun auch dem Reststaat Juda und Benjamin. Doch das Vertrauen des Königs Hiskia war dem König von Assyrien aufgefallen. Man hört den Spott des assyrischen Beamten förmlich heraus. "Egal, Hiskia, was du besitzt, es wird dir nichts nützen!" Und doch muss das Verhalten Hiskias die Assyrer beunruhigt haben. Nicht das erste Mal versucht man hier, Unsicherheit hinter Spott zu verbergen. Von Hiskia dagegen heißt es, dass er die einzige Chance, die ihm und dem eingekesselten Volk noch blieb, genutzt hatte. Ergreifend schildert er Gott die Situation. Er hält ihm vor, dass die Assyrer die anderen Städte bereits eingenommen haben und sich nun auf den letzten Sturm vorbereiten.

Die Brisanz dieser Situation lässt sich nicht auf sportliche Auseinandersetzungen übertragen; doch es geht ebenfalls um das "Überleben" in einem entscheidenden Wettkampf. Und es gibt (wie bei uns durch die Medien) einen erklärten Favoriten. Das Gottvertrauen Hiskias hat ähnliche Auswirkungen wie das Vertrauen Davids im Blick auf Goliath. Aufgrund eines Gerüchtes müssen die Assyrer abziehen, kurze Zeit später wird ihr König durch eigene Leute umgebracht. Eine harte Lektion für einen Mann, der sich mit den Leuten Gottes angelegt hat.

Warum ist das eigentlich so? Gott hat das Vertrauen zum wertvollsten Bindeglied in der zwischenmenschlichen Gemeinschaft bestimmt; es gehört zu den Hauptmerkmalen der Liebe. Vertrauen lässt sich nicht ersetzen - auch nicht das Vertrauen zu Gott.

Dieses Vertrauen in den lebendigen Gott gilt es zu pflegen wie den kostbarsten Schatz. Es öffnet uns den Zugang zu den unbegrenzten Möglichkeiten der Schatzkammer Gottes. Was er uns daraus gibt, reicht auch in schwierigen Zeiten zum Durchhalten.