Die Warm-Up-Tagesandacht für heute:

11. März
WONNE
Es soll der Bauer, der den Acker bebaut, die Früchte als erster genießen.
2. Timotheus 2, 6

Wer sich fleißig vorbereitet hat, der wird mit dem Ertrag der Ernte belohnt. Für den Sportler ist schon der Sieg allein ein großartiges Gefühl. Schweiß und Trainingsplage sind vergessen. Und die Aufgaben des nächsten Tages verblassen hinter dem Glücksgefühl des Augenblicks. Die Stunde nach dem Sieg, nach der Ernte, ist zeitlos, paradiesisch, der Wonne vorbehalten. Gott möchte uns auch solche Zeiten schenken - in einem nicht immer leichten Leben.

Du kannst die eigene Leistung noch gar nicht begreifen und weißt: Jetzt hast du alles erreicht, das nimmt dir keiner mehr. In solchen leider oft viel zu kurzen Stunden des Glücks bricht der Wunsch auf, jemandem dafür zu danken. Und wenn Gott in "den Mühen der Vorbereitung" unser nächster Partner gewesen ist, dann kann unser Dank nur ihm gelten. Und die Möglichkeit, es ihm gegenüber auszudrücken, wird Wonne und Glück noch einmal überhöhen.

Die Stunde des Sieges ist die Stunde des engen Verbundenseins mit Jesus Christus. Und das wird man dann auch aussprechen, auch wenn einem sonst das Reden schwer fällt. In einer solchen Stunde kann das Reden von Gott, über das persönliche Verhältnis zu Christus, leichter fallen als sonst und gerade deshalb glaubwürdiger sein.

Doch nach dem Genießen muss der Acker neu bearbeitet werden. Dann beginnt erneut die "Pflicht". Das neue Trainingsprogramm wartet. Die Vorbereitung auf die nächste Ernte beginnt. Dabei wird jetzt auch im Auge zu behalten sein, dass man sich an Wonnestunden auch gewöhnen kann. Es gibt keinen Höhepunkt, den die Gewohnheit nicht in Fesseln legen möchte. Sie möchte das Außergewöhnliche auf die Gewöhnlichkeit herunterziehen. Im Glauben an Jesus kann man sich im Voraus dagegen wehren und Gott bitten, dass das Außergewöhnliche immer außergewöhnlich bleibt bis hin zu den Empfindungen.