Die Warm-Up-Tagesandacht für heute:

09. Februar
REGENERATION
Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens.
2. Mose 34, 21

Gott hat mit der Festlegung von Tag und Nacht in der Schöpfungsordnung eine wichtige Regenerationsphase vorgesehen. Der Rhythmus zwischen Aktivität und Schlaf bewahrt vor dem Kräfteverfall und wirkt zugleich als Notbremse. Wer die Nacht zum Tag macht, stößt über kurz oder lang an seine natürlichen Grenzen.

Nun hat Gott mit der Einteilung in Arbeits- und Ruhetage einen weiteren Regenerationsrhythmus vorgesehen, den man aber leicht übergehen kann. Trotzdem werden auch hier Grenzen sichtbar. Politische Regime haben versucht, die Zehntagewoche einzuführen, mussten diesen Plan jedoch wieder aufgeben; er schadete der Produktionssteigerung, die man dadurch erreichen wollte. Niemand kann auf Dauer voll durcharbeiten.

Die ersten Christen feierten am ersten Tag der Woche die Auferstehung von Jesus, allerdings nach getaner Arbeit. Der staatliche Feiertag wurde erst knapp 300Jahre später eingeführt. Wer in jener Zeit morgens oder abends an den Treffen der Christen teilnahm, tat es oft unter Lebensgefahr. Heute dient der Sonntag allgemein der Erholung; für die meisten spielt der Gottesdienst dabei nur eine Nebenrolle. Doch wer am Wochenende Sport treibt, als Polizist, Krankenschwester, Busfahrer, Lokomotivführer, Notarzt, Kellner oder Parkwächter tätig ist, muss eine andere Regelung finden, wenn er den Sechstage-Rhythmus einhalten will.

Wir alle brauchen den "siebenten Tag" der Ruhe: nicht nur zur körperlichen Erholung, sondern auch zum Umgang mit Gott und zum Treffen mit der christlichen Gemeinde.

Wirksame Regeneration braucht Zeit, doch die ist knapp. Aber Gott will uns dafür Raum schaffen. Wir müssen ihm nur vertrauen, dass "unsere Sache" derweil nicht untergeht. Im Gegenteil. Damit wird Regeneration letztlich zu einer Frage des Vertrauens: Man kann vorwärts kommen, auch wenn man einmal gar nichts tut und seinem Körper Zeit lässt, sich von den vorangegangenen Trainingseinheiten zu erholen und damit für das nächste Mal höhere Leistungsfähigkeit zu besitzen.

Jeder von uns muss da die für ihn individuell richtige Lösung finden. Und es wird sich auszahlen: Er wird als Christ wie als Sportler davon profitieren. Gott steht zu seinen Anordnungen.