Mittwoch, 28. Juli 2010
Ein ereignisreicher Sommer
Einen ereignisreichen Sommer erlebten die Altenkirchener Kinder in ihren Sommerferien bei SRS.Durch das geplante Sommerteam für dieses Jahr, kam ich im März auf die Idee eine Ferienbetreuung für die Kinder in Altenkirchen, in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt anzubieten. Wie sich schnell herausstellte ist der Bedarf an solchen Programmen so hoch, dass dieser kaum abzudecken ist. Da das Sommerteam in diesem Jahr nicht in der Form statt finden konnte wie es ursprünglich geplant war, musste ich nun interne bzw. lokale Mitarbeiter für die zwei Wochen Kindercamp suchen. Bis eine Woche vor Beginn hatte ich noch nicht genügend Mitarbeiter und ich bekam allmählich Sorgen, wie diese zwei Wochen wohl werden würden. Da fiel mir der Vers aus dem Philipperbrief ein, dass Gott unsere Stärke ist und er die notwendige Kraft zur Verfügung stellt und wir mit ihm alles schaffen können.
Wie sich dann in der Ferienbetreuung schnell zeigte, brauchten wir alle sehr viel Kraft, Liebe und Freude für die Kinder.
Die zwei Wochen waren überraschende, herausfordernde und schöne Wochen in einem. Wir hatten zum Teil sehr schwierige Kinder aus wirklich traurigen Verhältnissen. Dies machte unsere Arbeit oftmals sehr schwer und die Umsetzung des geplanten Konzeptes nahezu unmöglich. Aber Gott gab uns immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten, den Kindern Werte zu
vermitteln und ihnen zu zeigen, wie wertvoll sie eigentlich sind und ihnen von der bedingungslosen Liebe Gottes zu erzählen.
Während der zwei Wochen wäre ich oft am liebsten aus dem Projekt ausgestiegen. Manchmal habe ich Gott gebeten, das er mich einfach nur durch den Tag trägt, er meine Kraft ist, denn alleine wäre ich wahrscheinlich irgendwann abgehauen ;) Aber jetzt im Nachhinein bin ich sehr dankbar für diese zwei Wochen.
Denn wir konnten Entwicklungen der Kinder miterleben und die Umsetzung von
sozialen Werten erkennen.
Viele Kinder hatten vor dem Camp noch nie gebetet oder so richtig von Gott gehört. Alle Kinder waren immer sehr still bei den Bibelgeschichten und den Andachten. Das war ein Wunder – denn sonst waren sie nicht eine Minute lang still – aber wir konnten sehen, dass
sie so etwas nicht kannten und es genossen, spannende Geschichten zu hören und zu erkennen, dass es diesen Gott auch heute noch gibt. In der zweiten Woche gab es dann sogar Kinder, die ernsthaft in das Team Gottes aufgenommen werden wollten.
Andere Kinder berichteten hoch erfreut von eigenen Gebetserhörungen, weil sie das Beten ausprobiert hätten und viele tolle Ereignisse mehr. Darüber bin ich so dankbar, das ich eigentlich am liebsten in den Herbstferien eine neue Woche starten würde ;)
Aber ich bete auch viel für diese Kinder, die zurück in ihre schwierigen Verhältnisse müssen und vielleicht so schnell nicht mehr erkennen, das sie geliebt und wertvoll sind. Ich bete, dass die ein oder anderen Kinder in die Jungscharen gehen, zu denen ich sie eingeladen habe, oder ihre Eltern vielleicht doch mal im Gottesdienst vorbeischauen.
Ansonsten hoffe ich, dass ich einige im nächsten Jahr wieder sehen kann.





